Gewerkschaft vida: Mit "Sozialmilliarde" 20.000 Arbeitsplätze mehr für Bereiche Gesundheit und Soziales schaffen

Steinkellner zu "Tag der Pflege": "Beschäftigte nicht im Regen stehen lassen" - Wünschen der Bevölkerung im Pflegebereich nachkommen

Wien (OTS/ÖGB) - "Mit einer "Sozialmilliarde" pro Jahr könnten rund 20.000 neue Arbeitsplätze im Bereich Gesundheit und Soziales geschaffen werden", fordert der stellvertretende vida-Vorsitzende Willibald Steinkellner anlässlich des heutigen Tages der Krankenpflege von der Bundesregierung die Einrichtung des von ihr angekündigten Pflegefonds ein. Mit einer Sozial- und Gesundheitsoffensive in der Höhe von einer Milliarde Euro pro Jahr könnte das Angebot an Pflege und Betreuung deutlich ausgebaut werden:
"Investitionen in diesen Bereichen würden angesichts der zunehmenden Alterung in unserer Gesellschaft auch den Wünschen der Bevölkerung Rechnung tragen und zudem Jobs mit Zukunft schaffen", betonte Steinkellner.++++

Neben der Budgetkonsolidierung sei auch die Schaffung von Beschäftigung nicht zu vernachlässigen, erinnerte Steinkellner daran, dass im Vorjahr mehr als 22.000 Menschen die Petition der Gewerkschaften vida und GPA-djp für die "Sozialmilliarde" unterstützt haben. "Die Beschäftigten in diesem sensiblen und unersetzlichen Bereich dürfen nicht alleine im Regen stehen gelassen werden. Schon jetzt haben die Burn-Out-Raten und die chronische Unterbesetzung im Pflege- und Betreuungsbereich dramatische Ausmaße angenommen", warnt der Gewerkschafter.

"Es ist unverantwortlich sowohl gegenüber den zu betreuenden PatientInnen und KlientInnen als auch gegenüber dem Pflegepersonal, solchen Entwicklungen weiterhin tatenlos zuzusehen", kritisiert Steinkellner. Zusätzliche finanzielle Mittel für Arbeitsplätze im Sozial- und Gesundheitsbereich seien deshalb ein Muss. Im Rahmen einer parlamentarischen Enquete sollten deshalb schleunigst die derzeit gegebenen Arbeitsbedingungen sowie die finanziellen Lage der Branche erhoben werden: "Die ÖVP wäre deshalb im Sinne aller Österreicherinnen und Österreicher gut beraten, endlich von der Bremse zu steigen, um sich dieser dringend notwendigen parlamentarischen Enquete nicht mehr länger zu verschließen", appelliert Steinkellner.

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