RSO-Chefdirigent Bertrand de Billy bekommt Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen

Wien (OTS) - Heute, Mittwoch, wird RSO-Chefdirigent Bertrand de Billy von Bundesministerin Dr. Claudia Schmied mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Die Überreichung findet im Rahmen eines Festaktes um 14.00 Uhr im Audienzsaal des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur statt. Die Laudatio hält Roland Geyer, Intendant des Theaters an der Wien.

"Unter der Leitung von Bertrand de Billy entwickelte sich das RSO Wien zu einem der führenden Orchester Österreichs aber auch zu einem international erfolgreichen Ensemble. Seine Konzerte vor allem im Bereich Klassik, Romantik, Avantgarde- und Gegenwartsmusik bewegen sich auf höchstem künstlerischem und internationalem Niveau", so Kulturministerin Dr. Claudia Schmied.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Ich gratuliere Bertrand de Billy sehr herzlich zu dieser hohen Auszeichnung. Unter seiner Leitung hat das ORF Radio-Symphonieorchester seinen Ruf als wichtigster Klangkörper für moderne Musik in Österreich gefestigt und sich auch international zum einem sehr gefragten und vielbeschäftigten Orchester entwickelt. Das ist ganz wesentlich auch das Verdienst seines Chefdirigenten Bertrand de Billy, dem ich für seine hervorragende Arbeit mit und für unser Orchester sehr herzlich danke!"

"Bertrand de Billy ist ein großartiger Musiker und hat das ORF Radio-Symphonieorchester als Chefdirigent zu einem Spitzenorchester geformt. Darüber hinaus besitzt er ein außerordentliches theatralisches Gespür und vermittelt dem Publikum in jeder Opernaufführung, wie Musik und Szene ideal zu einem gemeinsamen Kunstwerk verschmelzen können. Seit über zehn Jahren ist Bertrand de Billy ein wunderbarer künstlerischer Partner und Freund. Diese besondere Verbindung brachte bis jetzt zehn erfolgreiche Opernproduktionen am Theater an der Wien hervor, worüber ich sehr glücklich und dankbar bin. Für das Musikland Österreich und die Kulturstadt Wien ist de Billys Entscheidung, seinen familiären Lebensmittelpunkt in Wien zu festigen, ein großer Gewinn.", gratuliert Roland Geyer, Intendant des Theaters an der Wien.

1965 in Paris geboren, arbeitete Bertrand de Billy nach seiner Ausbildung in seiner Geburtsstadt zuerst als Orchestermusiker und trat sehr bald ein erstes Engagement als Operndirigent in Dessau an. Sein weiterer Weg führte ihn danach an die Volksoper in Wien. Gleichzeitig mit diesem Schritt begann auch seine internationale Karriere, die ihn sehr schnell an die führenden Opernhäuser der Welt führte: die Staatsopern in Hamburg, München und Berlin, das Theatre Royal de la Monnaie in Brüssel, Royal Opera Covent Garden in London, die Opera National seiner Heimatstadt Paris und schließlich die amerikanischen Häuser in Washington und Los Angeles und schließlich die MET in New York, der er nach seinem Debüt 1997 zehn Jahre lang als Gastdirigent eng verbunden blieb. Das andere Haus, das seit seinem Debüt 1997 zu einer Art künstlerischen Heimat wurde, ist die Wiener Staatsoper, wo er neben breitem Repertoire auch mehrere erfolgreiche Neuproduktionen leitete. Von 1999 bis 2002 war Bertrand de Billy der erste Musikdirektor des wiederaufgebauten Liceu in Barcelona, wo er 15 Neuproduktionen leitete. Besonders in der Musikstadt Wien entwickelte sich de Billys Karriere seit seinem Debüt 1994 an der Wiener Volksoper in Wien zu einer Ausnahmestellung.

2002 wurde er Chefdirigent des RSO Wien und formte dieses Orchester zu einem der flexibelsten und brillantesten internationalen Orchester: Sowohl mit einem breiten Repertoire von Bach bis zu zahlreichen Uraufführungen, aber auch zu einem erstklassigen Opernorchester, mit dem er regelmäßig im historischen Theater an der Wien auftritt. Seine Produktionen von Massenets "Werther", Erwin Schulhoffs "Flammen" uv.a.m zählen allesamt unangefochten zu den Höhepunkten des Wiener Opernlebens der letzten Jahre. In den Wiener Konzertsälen widmete er sich der Pflege der zeitgenössischen Komponisten mit einem Zyklus fast sämtlicher Orchesterwerke Dutilleux' und Messiaens, wichtiger Uraufführungen von Cerha oder Staud, Werken von Luciano Berio, Hans Werner Henze, HK Gruber u.a. Daneben entstanden über die Jahre zyklische Aufführungen der Symphonien von Beethoven und Mahler, sowie zahlreiche CD-Produktionen. Bei den Salzburger Festspielen debütierte de Billy 2002 mit den Wiener Philharmonikern in Mozarts "Zauberflöte" und war seither mit "seinem" RSO Wien alljährlich mit höchst erfolgreichen Konzerten vertreten.

Rückfragen & Kontakt:

ORF Radio Öffentlichkeitsarbeit
Isabella Henke
Tel.: (01) 501 01/18050
isabella.henke@orf.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HOA0002