Überzogene Gewerkschaftswünsche verhindern KV-Abschluss bei Bauangestellten

Arbeitgeber irritiert über den Stil der Gewerkschaft der Privatangestellten

Wien (OTS/PWK381) - Enttäuscht und irritiert über den Stil der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) bei den Gehaltsverhandlungen für die rund 28.000 Angestellten des Baugewerbes und der Bauindustrie zeigen sich die Arbeitgeberverhandler Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel (Baugewerbe) und Armin Ebner (Bauindustrie).

Trotz zahlreicher konstruktiver Vorschläge seitens der Arbeitgeber und Zugeständnissen am Rahmenrecht wurde auch bei der vierten Verhandlungsrunde am 10. Mai kein Abschluss erzielt. Die Gewerkschaft droht nun mit weiteren Kampfmaßnahmen.

Bereits während der laufenden Verhandlungen kam es immer wieder zu öffentlichen Kundgebungen und Aktionen der Gewerkschaft, die bewusst Fakten und den Verhandlungsablauf falsch wiedergaben.

Tatsache ist, dass die Arbeitgeberseite der Angestelltengewerkschaft einen gleichwertigen Abschluss wie den Bauarbeitern angeboten hat. Dies wurde jedoch von der GPA nicht angenommen, da im Arbeiterabschluss Anpassungen beim Urlaubsrecht enthalten sind, die nur bei den Arbeitern erfolgten und folglich beim Erhöhungsprozentsatz der Angestellten auch nicht in Anschlag gebracht werden können.

BIM Frömmel und Mag. Ebner zeigen sich über die bisher nie da gewesene aggressive Verhandlungsführung der GPA betroffen, die auch vor öffentlichen Angriffen gegen die Firmen der Verhandlungsführer nicht zurückschreckt.

"Wir stehen weiter zu unserem Angebot", so die Arbeitgeberverhandler. "Die Bauangestellten gegenüber den Bauarbeitern jedoch zu bevorzugen, ist gerade angesichts der unsicheren Lage der Bauwirtschaft und der ohnehin bestehenden Besserstellungen der Bauangestellten nicht vertretbar. Wir sind weiter gesprächsbereit, jedoch nicht auf der Straße, sondern am Verhandlungstisch", betonen Frömmel und Ebner abschließend. (us)

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