Herzer zu neuen EU-Kabotage-Regeln: "Liberalisierung und Wettbewerb benötigen nachhaltige Kontrollen"

Einheitliche EU-Kabotage-Regelung treten ab 14. Mai 2010 in Kraft - Fachverband Güterbeförderung fordert Kontrollen zur Sicherung eines fairen Wettbewerbs

Wien (OTS/PWK380) - Am 14. Mai 2010 treten EU-weit erstmals einheitliche europäische Regeln für das Erbringen von Transportdienstleistungen innerhalb eines Staates, in dem der Transportunternehmer nicht ansässig ist - die sogenannte "Kabotage" -in Kraft. "Diese Neuregelung ist ein weiterer Liberalisierungs- und Vereinheitlichungsschritt im EU-Transportmarkt und schafft gleichzeitig die bestehenden nationalen Kabotage-Regelungen aus der Welt", erläutert Wolfgang Herzer, Obmann des Fachverbandes Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

"Die große Herausforderung bei diesem Themenkomplex ist die effektive und nachhaltige Kontrolle der neuen EU-Regelung, die es nun allen EU-Transporteuren, bis auf Rumänen und Bulgaren, erlaubt, im Anschluss an eine grenzüberschreitende Güterbeförderung innerhalb eines Zeitraumes von 7 Tagen maximal 3 Kabotagefahrten in Österreich zu tätigen", so Herzer. Diese Kontrollen seien wichtig und unbedingt notwendig, da sie den fairen Wettbewerb sichern. "Gerade bei der Kabotage ist zu befürchten, dass dieses Instrument, das eigentlich zur besseren Ausnutzung von Transportkapazitäten geschaffen wurde, dazu missbraucht wird, um österreichische Transportunternehmer vom heimischen Transportmarkt zu verdrängen."

Zwar mache die Kabotage im gesamten Transportvolumen nur einen kleinen Teil aus. Gerade in den österreichischen Grenzregionen zu den billigeren Nachbarländern nehme die Kabotage für die dort ansässigen österreichischen Transportunternehmer jedoch existenzbedrohende Ausmaße an. "Der Transportpreis ist das wichtigste Kriterium für den Auftraggeber und Kunden. Da haben österreichische Transporteure aufgrund der unterschiedlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich der Kosten einen gravierenden Wettbewerbsnachteil", schildert Herzer die momentane Situation abschließend. (SR)

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