Bonuszahlungen und Gewinne deutscher Unternehmen brechen ein (mit Bild) / 6. LAB Bonusstudie

Düsseldorf (ots) - Bildmaterial wird über obs versandt und ist abrufbar unter http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs - - Erstmals mehr Bonuskürzungen als -steigerungen - Mittleres Management ist besonders betroffen - EBITs in Kernbranchen der deutschen Wirtschaft sinken drastisch - Gewinnerbranchen: Pharma und Energiewirtschaft - Verliererbranchen: Automobilindustrie, Maschinen- und Anlagenbau Deutsche Unternehmen kürzen ihren Führungskräften erstmals häufiger die Boni für das Geschäftsjahr 2009 als dass sie Steigerungen gewähren. 36 % der Manager müssen Einschnitte hinnehmen, jedem fünften von ihnen wurde der Bonus sogar ganz gestrichen. Hingegen erhielten nur 31 % der Führungskräfte höhere Boni. In den Vorjahren war das Verhältnis immer umgekehrt: Bis dahin hatten stets mehr Spitzenkräfte von Bonussteigerungen profitiert als durch Kürzungen gelitten. "Die Wirtschaftskrise wirkt sich erstmals im großen Stil auf die variable Vergütung der Führungskräfte aus", sagt Klaus Aden, Geschäftsführender Gesellschafter der internationalen Personalberatung LAB & Company und Studienleiter der 6. LAB Bonusstudie - einer jährlichen Umfrage unter deutschen Führungskräften. Diese Tatsache gelte vor allem für Mitarbeiter des mittleren Managements. Denn von den Kürzungen betroffen sind vor allem Mitarbeiter mit einer vergleichsweise niedrigen Jahresvergütung von unter 100.000 Euro jährlich: 28 % von ihnen meldeten deutliche Kürzungen von über 20 %. Das sind fast dreimal so viele wie bei den Spitzenverdienern (10 % deutliche Kürzungen). Diese entziehen sich damit dem Negativtrend. Nach Jahren der Angleichung geht die Schere zwischen Top- und Normalverdienern in der Krise wieder auseinander. "In schwierigen Zeiten fürchten Unternehmen stärker als sonst einen Verlust der bestbezahlten Führungskräfte - und gewähren ihnen eine Sonderbehandlung", sagt Aden. Fortzusetzen scheint sich der Vorjahres-Trend, Boni stärker an Betriebesergebnisse zu koppeln als an individuelle Zielvereinbarungen: Bei Unternehmen mit gestiegenen EBITs erhielt mehr als die Hälfte der Manager höhere Boni (52 %). Und Unternehmen mit gesunkenen Ergebnissen kürzten die Sonderzahlungen in 60 % der Fälle. Eine gefährliche Entwicklung, kritisieren Vergütungsexperten: "Gerade in Großunternehmen ist der Einfluss jedes Einzelnen aufs Gesamtergebnis relativ gering. Wenn individuelle Spitzenleistungen aber unzureichend honoriert werden, droht eine Abwanderung der besten Kräfte" warnt Klaus Aden. "Die Boni werden nicht mehr als persönliches Anreiz- und Wertschätzungssystem verwendet", bestätigt ein Umfrageteilnehmer. Den Negativtrend bei Bonuszahlungen spüren vor allem Führungskräfte aus Branchen, denen es wirtschaftlich besonders schlecht geht: Einbrüche der EBITs gab es 2009 in 52 % der Fälle vor allem in der Automobilbranche und im Maschinen- und Anlagenbau (51 %). Diese Unternehmen kürzten auch am häufigsten die Boni (78 % bei Automotive, 61 % im Maschinen- und Anlagenbau). Gut getroffen haben es hingegen Manager aus der Pharma- und Energiebranche, die überwiegend gestiegene EBITs und gestiegene Boni meldeten. Die Studie zum kostenlosen Download: www.labcompany.net Zur LAB Bonusstudie 2010: Im Rahmen der Studie wurden vom 22. April bis 4. Mai 2010 deutschlandweit mehr als 10.000 Führungskräfte aus Unternehmen aller Branchen und Größenordnungen befragt

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Pressekontakt:Dr. Klaus Aden, LAB & Company,
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