Mölzer: Schulden- und Euro-Krise darf kein Anlass zur Stärkung des EU-Zentralismus sein

Anstatt mit dem üblichen zentralistischen Reflex zu reagieren, soll EU-Kommission lieber nach Alternativen zur gegenwärtigen Währungsunion suchen

Wien (OTS) - Die Schulden- und Euro-Krise dürfe von der EU-Kommission nicht zum Anlass genommen werden, um die Souveränität der Mitgliedstaaten noch weiter auszuhöhlen, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, zu den Plänen der Brüsseler Behörde, die Haushalte der Mitgliedstaaten stärker zu überwachen. "Mit Zentralismus wird man die Euro-Krise nicht lösen können, weil nicht die Wurzel des Problems, sondern allenfalls die Symptome bekämpft werden", so Mölzer weiter.

Da sich nun die Währungsfunktion in ihrer derzeitigen Form als Fehlkonstruktion erweise, müssten nun nach Alternativen gesucht werden anstatt den Einfluss der EU-Kommission zu stärken, forderte der freiheitliche EU-Mandatar. "Weil es sich als Fehler erwiesen hat, dass in der Währungsunion starke und schwache Volkswirtschaften zusammengewürfelt wurden, müssen die richtigen Lehren daraus gezogen werden. So wäre es etwa sinnvoll, einen kerneuropäischen Hartwährungsverbund zu gründen", meinte Mölzer.

Zudem machte der freiheitliche Europa-Abgeordnete darauf aufmerksam, dass die einzige Antwort Brüssels auf eigene Fehler offenbar darin liege, den Einfluss der Mitgliedstaaten weiter zu beschneiden. "Aber mit diesem zentralistischen Reflex wird sich das Problem nicht lösen lassen. Wenn die Eurokraten die Haushalte der Mitgliedstaaten überwachen sollen, dann werden dadurch die schwachen Volkswirtschaften nicht stärker, wohl aber die starken Volkswirtschaften wie jene Österreichs oder Deutschlands geschwächt", schloss Mölzer.

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