Bischof Küng fordert Steuerentlastung für Familien

"Familienbischof" zu neuer OECD-Studie: Dass kinderlose Paare im vergangenen Jahrzehnt als einzige weniger Steuern zahlen mussten, ist "Signal in die falsche Richtung"

St. Pölten, 12.05.10 (KAP) Der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng hat Steuerentlastungen für Familien gefordert. "Auch im Spitzensteuerland Österreich muss es Familien möglich sein, ihren Wunsch nach mehr Kindern zu realisieren", betonte der in der Bischofskonferenz für Familienfragen zuständige Bischof am Mittwoch in einer Stellungnahme gegenüber "Kathpress". Anlass ist die tags zuvor veröffentlichte OECD-Studie über die "durchschnittliche Steuerlast auf Arbeitseinkommen". "Mir scheint es ein Signal in die falsche Richtung zu sein, wenn die einzigen, deren Steuerlast in den letzten 10 Jahren zurückgegangen ist, Paare ohne Kinder sind", so Küng. "Wünschenswert" wäre es demgegenüber, jedem Familienmitglied ein steuerfreies Existenzminimum zu gewährleisten.

Er wünsche sich von der Politik "mutmachende Signale für Menschen, die das Projekt Familie und Kinder auf sich nehmen", so Küng an die Adresse der Bundesregierung. "Letzten Ende profitieren wir ja alle davon." Gleichzeitig lobte der St. Pöltener Bischof die Tatsache, dass laut der OECD-Studie in Österreich die Transferleistungen für Eltern und Kinder höher seien als in den meisten übrigen Industriestaaten. Dieses Prinzip der Subjektförderung durch monetäre Hilfen "sollte unbedingt beibehalten werden, um den Eltern eine echte Wahlfreiheit zu ermöglichen".

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