Schultes: Dieselfahrer blechen für Heizölgeschäfte der Ölkonzerne

40% Einsparung durch moderne Brennkessel nicht realistisch

St. Pölten (OTS) - "Die gestern in einer Presseaussendung der Heizen mit Öl GmbH proklamierte 40%ige Einsparung von Heizöl durch moderne Brennwertkessel entspricht keinesfalls den Tatsachen. Richtig ist vielmehr, dass allein durch die Brennwerttechnologie die Einsparung mit maximal 6 bis 7% begrenzt ist", stellt LK Niederösterreich-Präsident Hermann Schultes klar.

"Diesel und Heizöl extraleicht sind praktisch idente Mineralölprodukte, die sich nur durch die geringfügige Beimengung spezieller Additive, wie zum Beispiel Farbstoffe, unterscheiden. Diesel im Bereich der Mobilität einzusetzen ist wesentlich sinnvoller, als ihn auf Kosten der Autofahrer als Heizöl zu entwerten", so Schultes weiter.

"Die Dieselmenge, die in einem Jahr als Heizöl im Ölkessel verfeuert wird, reicht für fünf Jahre Autofahren. Die Förderaktion der Mineralölindustrie ist nichts anderes als eine Quersubventionierung von Autofahrern zu Heizölheizern. Die Steigerung der Nachfrage nach Heizöl beeinflusst gleichzeitig den Dieselmarkt. Eine solche Situation hat es bereits im Herbst 2008 gegeben, als durch die Senkung der Heizölpreise dieses Produkt verstärkt nachgefragt wurde und bei Diesel zu einem kurzfristigen Versorgungsengpass geführt hat", betont der LK-Präsident.

"Durch die unsinnige stationäre Verbrennung von Heizöl in Kesseln müssen Österreichs Autofahrer, Transportunternehmer, Landwirte etc. höhere Dieselkosten bezahlen. Daran ändert auch die Diskussion um Heizöl-Brennwertkessel nichts. Die Ölheizer von heute sind die Heizkosten-Zuschussbezieher von morgen. Fossile Energieträger werden immer knapper, daher ist es wichtig, diese effizient und sinnvoll einzusetzen. Die Verbrennung von Öl in einem Heizkessel ist weder effizient noch sinnvoll. Hier bieten erneuerbare Energieträger eine wesentlich sinnvollere Alternative, auch in Bezug auf den Klimaschutz", so Schultes.
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