Listerientoleranz: BZÖ-Grosz: SPÖ und ÖVP agieren unverantwortlich

Aus dem Listerienskandal nichts gelernt

Wien (OTS) - Aus dem Listerienskandal nichts gelernt

Die Ablehnung der vom BZÖ geforderten Wiedereinführung der Nulltoleranz für Listerien in Produkten durch SPÖ und ÖVP im Gesundheitsausschuss am Dienstag bezeichnete der stellvertretende BZÖ-Bündnisobmann Gerald Grosz als "unverantwortlich und rein parteipolitisches Kalkül." "Aus dem Listerienskandal mit mehreren Toten haben Rot und Schwarz nichts gelernt", kritisierte Grosz. Diese Kurzsichtigkeit und Uneinsichtigkeit reihe sich nahtlos in das fahrlässige Katastrophenmanagement von Gesundheitsminister Stöger ein.

Noch in der Richtlinie 92 /EG galt, dass Listerien in Lebensmittel -zu welchem Zeitpunkt auch immer - nicht nachweisbar sein dürfen, weder im Betrieb noch im Handel. Seit 2005 gebe es aber eine Grauzone, weil Listerien zwar nicht im Herstellerbetrieb in einem Produkt nachweisbar sein dürfen, im Handel aber erst ab mehr als 100 koloniebildenden Einheiten eine Gesundheitsgefährdung durch das Produkt "ausgerufen werden muss". Der Graubereich von 1 bis 99 koloniebildenden Einheiten ist laut Grosz unverantwortlich.

Das Argument von "Anti-Konsumentenschutzsprecher" Maier im Gesundheitsausschuss, man könne Listerien nicht verbieten, da sie "überall vorkommen" zeige, dass er sich bei seinem Koalitionspartner ÖVP in Geiselhaft befinde. "Gerade aus dem Listerienskandal hätte man lernen müssen, dass man erneut die Nulltoleranz für Listerien gesetzlich festlegen muss, nachdem die betroffene Firma Prolactal zugegeben hatte, über Monate mit Listerien kontaminierte Produkte in den Handel gebracht zu haben", mahnte Grosz.

"Man kann es auch sehr wohl richtig machen", so Grosz. Dies zeigten die jährlich über 2000 getesteten Proben, in denen Listerien auch bei im Handel befindlichen Produkten nicht nachgewiesen werden konnten.

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