Watzlawick-Ehrenring 2010 an Rüdiger Safranski verliehen

Wien (OTS) - Gestern, Dienstag Abend, erhielt der deutsche
Philosoph und Sachbuchautor Rüdiger Safranski den von der Wiener Ärztekammer gestifteten Paul Watzlawick-Ehrenring 2010. Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny unterstrich Safranskis Bemühungen im Bereich der Aufklärung. "Ich bin froh, dass der Ehrenring der Wiener Ärztekammer jene Wissenschaftsdisziplin auszeichnet, die in der heutigen, allzu sehr von Naturwissenschaften und sogenannten brauchbaren und verwertbaren Forschung geprägten Zeit, Unschärfen, Vermutungen und Denken als eigene Qualität vertritt." Ähnlich äußerte sich auch Wiens Ärztekammer-Chef Walter Dorner, der Analogien zwischen Safranskis Denken und der Tätigkeit eines Arztes ausmachte: "Er erinnert mich persönlich an einen Arzt, der diagnostiziert, seziert und mit unendlicher Genauigkeit und Empathie Spuren entdeckt und aufdeckt." Die Verleihung fand im Anschluss von Safranskis Vortrag über "Zeit und Entschleunigung" im Rahmen der Wiener Vorlesungen im Kuppelsaal der Technischen Universität statt.

Rüdiger Safranski, Jahrgang 1945, zählt zu den renommiertesten Philosophen und Sachbuchautoren der Gegenwart. Insbesondere machte sich Safranski mit dem Verfassen mehrerer Biographien einen internationalen Namen, so etwa über E.T.A. Hoffmann (1984), Martin Heidegger (1994), Nietzsche (2000) oder Schiller (2004). Zuletzt erschien von ihm "Goethe und Schiller. Geschichte einer Freundschaft" (2009). Zuerst universitär arbeitend machte sich Safranski 1985 als Schriftsteller selbstständig. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie der Sprache und Dichtung in Darmstadt, die den Georg Büchner-Preis vergibt. Bekannt wurde der Essayist Safranski auch im Fernsehen, wo er mit dem ebenfalls renommierten Philosophen Peter Sloterdijk das "Philosophische Quartett" bestreitet. Safranskis Werke sind bislang in 26 Sprachen übersetzt worden.

Der von Paolo Pivas Meisterklasse gestaltete Ring wurde bereits an den Philosophen Peter L. Berger (2008) und Aleide Assmann (2009) verliehen. (Schluss) hch

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