Von der Zeit, dem Geld und den Sinnen ... (von Claudia Grabner)

Ausgabe 12. Mai 2010

Klagenfurt (OTS) - Europa hat sich Zeit erkauft. Mehr nicht. Mehr nicht? Der 750-Milliarden Euro-Fonds hat keine Ursachen bekämpft, kein Problem gelöst. Das nicht. Doch er hat den Euro-Ländern -zumindest - den Spielraum geschaffen, um zu Sinnen zu kommen. Analysten sind sich einig: Europa muss seine Schuldenpolitik überdenken. Denn die Art, wie Geld verjuxt, Geld verscherbelt, Geld verbrannt wird - es ist die Art, die man von Sinnen nennt ... Man muss nicht nach den Milliarden-Brocken fahnden, um Geldvernichtung zu dokumentieren - auch Kleinkram summiert sich. Kleinkram, der in seiner Skurrilität symptomatisch ist für das aus den Fugen geratene Ganze. Ein klitzekleines Beispielchen - der Kasernenverkauf: Gründung einer Immo-Gesellschaft, obgleich die für derartige Zwecke zuständige BIG habt Acht stand. Also: zwei Geschäftsführer, die doppelt so hohe Prämien kassierten, als der gesamte Umsatzerlös ausmachte. Die Zielvorgaben? Weit verfehlt. Und weil man mit dem Verfehlen der Ziele so beschäftigt war, wurde eine externe Agentur angeheuert. Hoch bezahlt ...

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