Der Europäische Jugendkarlspreis 2010 geht an das deutsche Projekt "Zug für Europa"

Platz zwei für irisches Projekt, Platz drei an Bulgarien

Wien (OTS) - Das deutsche Projekt "Europäisches CNC Netzwerk - Zug für Europa" wurde heute mit dem Jugendkarlspreis 2010 in Aachen ausgezeichnet. Der zweite Platz ging an das Buchprojekt "Du bist hier" (Irland) und der dritte an "Leistungswettbewerb für Techniker BEC" (Bulgarien). Der Preis für den 1. Platz wurde vom Präsidenten des Europäischen Parlaments, Jerzy Buzek, überreicht. Der Preis zeichnet Projekte aus, die eine gemeinsame europäische Identität fördern und die Integration junger Menschen unterstützen.

Nach Willkommensgrüßen von EP Präsident Jerzy Buzek und Michael Jansen, dem Vorsitzenden der Karlspreis-Stiftung und Mitorganisator der Veranstaltung, wurde die Laudatio für den 3. Platz von Marcel Philipp, dem Bürgermeister Aachens gehalten. Hans-Gert Pöttering, Europaabgeordneter und früherer Parlamentspräsident, nahm an der Zeremonie teil und überreichte den 2. Preis an den Vertreter des irischen Buchprojekts.

Die RWTH Universität in Aachen richtete die Preiszeremonie für den Jugendkarlspreis 2010 aus.

Deutschland - "Zug für Europa"

"Das Projekt "Zug für Europa", das den 1. Platz belegt, ist ein leuchtendes Beispiel für die Essenz der Europäischen Idee:
Zusammenarbeit, Grenzen überwinden, Vielfalt und Potential entdecken," verkündete EP Präsident Jerzy Buzek.

Der "Zug für Europa" der Comenius Schulpartnerschaft entstand im November 2006 und wurde von der Bad Kreuznach Schule koordiniert. Das Projekt brachte mehr als 1500 Auszubildende von 24 Berufsschulen zusammen, um eine gemeinsame Lokomotive und Wagons nach dem Airbusprinzip zu bauen. Der Zug hat eine Spurweite von 90 mm, eine Gesamtlänge von ca. 8 Metern und dreht seine Runden auf einen Schienenparcours mit einem Durchmesser von 12 Metern.

Präsident Buzek fügte hinzu, dass "dieses Projekt unser modernes Europa herausragend umgesetzt hat, ein Europa, das gemeinsam von jungen Menschen getragen wird, das Grenzen überwindet und große Herausforderungen meistert."

Irland - "Du bist hier (You are here)"

"Du bist hier" (Irland) ist ein Buchprojekt, in dem 14 junge Menschen eine Gedichtsammlung geschaffen haben, das von Menschen handelt, die nach 1980 geboren wurden, nicht in ihrem Geburtsland leben und an künstlerischen, intellektuellen oder Aktionsprojekten arbeiten. Beginnend mit dem Fall der Mauer untersucht das Buch, ob diese jungen Menschen wirklich aus einer 1989 entstandenen Freiheit und Pluralität heraus in einer neuen, größeren und gesamteuropäischen Tradition schreiben.

Hans-Gert Pöttering, Europaabgeordneter und früherer Parlamentspräsident, sagte: "Das Projekt "Du bist hier" ist ein Zeugnis für die Faszination junger Menschen, die vom Fall der Mauer ausgeht und ist ein Versuch, die Identität der jungen Generation im neuen, jungen, ungeteilten Europa zu lokalisieren und zu identifizieren."

Bulgarien - "Leistungswettbewerb für Techniker BEC (Best Engineering Competition)"

Der 3. Preis ging an das Projekt "Leistungswettbewerb für Techniker BEC", welches das Ziel hatte, junge EuropäerInnen zusammenzubringen und herauszufordern. Der Wettbewerb, der von europäischen Studenten der Technischen Hochschule BEST in Sofia organisiert wurde, brachte 21 Europäer aus 11 Ländern in 5 Teams zusammen. Sie konstruierten einen Roboter, der Energiequellen aus der Umwelt nutzt, um Abfall zu trennen.

Preise und Auswahlverfahren

Die drei preisgekrönten Projekte werden mit Geldpreisen in Höhe von Euro 5.000, Euro 3.000 bzw. Euro 2.000 ausgezeichnet. Außerdem werden die Preisträger eingeladen, in den nächsten Monaten das Europäische Parlament in Brüssel zu besuchen.

Nationale Auswahljurys, die aus mindestens zwei Mitgliedern des Europäischen Parlaments und einem Vertreter einer Jugendorganisation bestehen, haben einen nationalen Gewinner aus jedem der 27 Mitgliedstaaten ausgewählt. Die österreichische Jury schickte das Innsbrucker "Welt-Fest" ins Rennen. Im April wählte dann die europäische Auswahljury, der der Präsident des Europäischen Parlaments, Jerzy Buzek, und drei weitere Europaabgeordnete sowie vier Vertreter der Stiftung Internationaler Karlspreis angehören, drei Gewinner aus den 27 Projekten.

Die Vertreter der 27 Projekte sind zur Preisverleihung in Aachen eingeladen worden.

Audiovisuelles Material von der Verleihung ist auf Anfrage erhältlich.

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