Kickl: Missbrauch an Kindern in Wien muss lückenlos aufgeklärt werden

SPÖ verschleiert, dass sie seit einem Jahrzehnt von dem Fall weiß - FPÖ für Untersuchungskommission

Wien (OTS) - Die Vorgänge rund um den Verdacht des Missbrauchs in einem Wiener Kinderheim kritisierte heute FPÖ-Generalsekretär NAbg. Herbert Kickl scharf. SPÖ-Gemeinderat Vettermann habe im Fall des Kindesmissbrauchs an Heimkindern erklärt, dass die Stadt in diesem Fall schnell gehandelt hätte und eine Anlaufstelle für Gewaltopfer bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft eingerichtet hätte. Verschwiegen werde freilich, dass die SPÖ und die Jugendanwaltschaft seit fast einem Jahrzehnt von den Fällen wussten. "Den Verantwortlichen muss zumindest derselbe Vorwurf gemacht werden, der seit Wochen der katholischen Kirche gemacht wird, nämlich die Fälle vertuscht und eine frühe Aufklärung verhindert zu haben", betonte Kickl.

Damals wären es Lehrer gewesen, die auf massive Missstände in dem Heim hingewiesen hätten. "Alles wurde damals abgeblockt. Der Lehrer, der das größte Engagement bei der Aufklärung der Missbrauchsfälle an den Tag legte, wurde sogar gekündigt - vielleicht um eine Vertuschung zu ermöglichen", fuhr Kickl fort.

Neben Sexpartys unter Drogeneinfluss wurden die Kinder dem Anschein nach damals auch von Personen rund um das Heim als Drogenkuriere verwendet. Die Heimleitung hätte es damals zudem ermöglicht, dass die Kinder wochen- und monatelang nicht zum Unterricht in der Schule erscheinen mussten. Was die Kinder in dieser Zeit gemacht hätten, sei offengeblieben. Ein Leistungsnachweis über den nie erfolgten häuslichen Unterricht, der damals hätte stattfinden müssen, sei nicht erbracht worden.

Die FPÖ fordere jedenfalls die Einrichtung einer Untersuchungskommission zur lückenlosen Aufklärung der Ereignisse und zur Klärung aller Verantwortlichkeiten. Es müsse jedes Blatt Papier in dem betroffenen Heim und den zuständigen Stellen der Stadt umgedreht werden, um auch die letzten Ecken in diesem Fall auszuleuchten. "Die FPÖ fordert Bürgermeister Häupl auf, sofort einen Stab zu bilden, der diesen ungeheuerlichen Vorwürfen gnadenlos auf den Grund geht", schloss Kickl.

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