Vbgm Ludwig: BewohnerInnen profitieren von laufender Weiterentwicklung des Wiener Wohnbaus

Die Ergebnisse der im Rahmen des heutigen Wohnbauforschungstages präsen-tierten wissenschaftlichen Studien fließen bereits in künftige Projekte ein

Wien (OTS) - "Innovation und Qualitätssicherung sind zwei der wesentlichen Kriterien der Wiener Wohnbaupolitik. Was vor 90 Jahren mit den Wohnbauten im Roten Wien begonnen hat, findet heute nahtlos seine Fortsetzung. Nicht zuletzt deshalb gilt Wien als die Wiege des sozialen Wohnbaus", betonte Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig heu-te bei der Eröffnung des Wohnbauforschungstages. "Neben dem entscheidenden Grundpfeiler in der Wiener Wohnbaupolitik, leistbaren und kostengünstigen Wohn-raum zu schaffen, stehen heute mehr denn je die Bewohnerinnen und Bewohner und ihre individuellen Bedürfnisse im Zentrum des geförderten Wiener Wohnbaus." Die laufende Weiterentwicklung und ständige Verbesserung des Wohnbaus sei ein zent-raler Schwerpunkt in der Wiener Wohnbaupolitik. "So werden in Wien keine Woh-nungen von der Stange errichtet, sondern die unterschiedlichsten und vielfältigsten Projekte realisiert. Die Stadt Wien ist der wichtigste Impulsgeber und Motor zur Wei-terentwicklung des modernen Wohnbaus. Viele experimentelle Wohnbauten, wie et-wa die Bike City, Mehrgenerationen-Wohnbauten oder interethnische Nachbar-schaftsprojekte, sind heute nicht nur internationale Vorzeigebeispiele, sondern haben zur weiteren Forcierung der Qualität wesentlich beigetragen. Die gewonnen Erfah-rungen haben in vielen Bereichen bereits Einzug in den geförderten Wiener Wohn-bau und teils auch in die Bauordnung gefunden."

Wiener Wohnbauforschung als wichtiges Instrument

Eines der wichtigsten Instrumente in diesem Zusammenhang sei vor allem die Wie-ner Wohnbauforschung. "Als Wiener Wohnbaustadtrat ist mir Forschung und Grund-lagenarbeit sehr wichtig. Deshalb lege ich auch besonderen Wert auf die Arbeit der Wiener Wohnbauforschung, die für mich eine bedeutende Funktion in der Wiener Wohnbaupolitik einnimmt. Anhand von gezielten Evaluierungen von Wohnbauprojek-ten und wissenschaftlichen Studien wird die laufende Weiterentwicklung unterstützt. Außerdem werden konkrete Handlungsanleitungen für zukünftige Projekte erarbei-tet", erklärt Wohnbaustadtrat Vizebürgermeister Michael Ludwig.

Denn gerade im Wohnbau sei die ständige Weiterentwicklung und Anpassung an neue gesellschaftliche Verhältnisse von zentraler Bedeutung. Die laufende Verbes-serung der Wohnqualität zeige sich nicht nur in üblichen Maßgrößen wie Quadratme-terzahlen und Lage der Wohnung, sondern etwa auch in der Form von maßge-schneiderten Angeboten und erweiterten Gestaltungsmöglichkeiten zum Zusammen-leben, so Ludwig. Eine wichtige Grundlage bieten dabei die Ergebnisse der Wiener Wohnbauforschung.

"Wohnraum - Freiraum - Lebensraum"

Aktuelle Beispiele dafür wurden heute im Rahmen des diesjährigen Wohnbaufor-schungstags zum Thema "Wohnraum - Freiraum - Lebensraum" präsentiert und in der Folge von nationalen und internationalen Experten in eigenen Workshops be-handelt und diskutiert. Es handelt sich dabei um vier Studien, die im Auftrag der MA 50 -Wohnbauforschung erstellt wurden und deren Ergebnisse bereits in unter-schiedlicher Weise in künftige Projektplanungen einfließen werden:

  • "Soziale Nachhaltigkeit im Wohnbau" (Mag.a Christa Angelmaier)
  • "Diversität im Wohnbau" (DI Dr. Ramesh Kumar Biswas )
  • "Verhältnis Wohnzufriedenheit - Gemeinschaftseinrichtungen an jüngeren Beispielen im geförderten Wiener Wohnbau" (Das Fernlicht)
  • "Freiräume in Wohnquartieren - best practice" (DIin Dr.in Gisa Ruland)

Empfehlungen für zukünftige Wohnbauten

So sind die wesentlichen Erkenntnisse und Ergebnisse der Studie "Diversität im Wohnbau und im halb-öffentlichen Raum" des in Wien lebende Architekten und Wis-senschafters DI Dr. Ramesh Kumar Biswas bereits in die Planung der Wohnbaupro-jekte am Wiener Nordbahnhof eingeflossen. Darauf aufbauend wurde und wird eine noch viel stärkere Einbindung und Partizipation der künftigen BewohnerInnen in die Freiraumgestaltung realisiert.

Auch die Ergebnisse der Studien "Soziale Nachhaltigkeit im Wohnbau" von Mag.a Christa Angelmaier, "Verhältnis Wohnzufriedenheit -Gemeinschaftseinrichtungen an jüngeren Beispielen im geförderten Wiener Wohnbau" von "Das Fernlicht" und "Frei-räume in Wohnquartieren - best practice" von DIin Dr.in Gisa Ruland werden in der Planung künftiger Wohnprojekte berücksichtigt und bei den Ausschreibungen bevor-stehender Bauträgerwettbewerbe angewendet. Zudem bieten die Studien wichtige Grundlagen für die derzeit in Ausarbeitung befindlichen Handbücher zur Freiraum-gestaltung im Wohnbau.

Soziale Nachhaltigkeit steht mehr denn je im Mittelpunkt

Die aktuell präsentierten Studien werden zudem durch weitere wissenschaftliche Analysen, die im Vorjahr begleitend zur Einführung der vierten und eigenständigen Säule der "Sozialen Nachhaltigkeit" in den Beurteilungskriterien im Grundstücksbeirat und bei Bauträgerwettbewerben beauftragt wurden, ergänzt. Anhand von internatio-nalen "best-practice"-Vergleichen und kritischen Evaluierungen von bereits realisier-ten Projekten sollten sie die Weiterentwicklung der sozialen Nachhaltigkeit im geför-derten Wohnbau und im generellen Wohnungsbau unterstützen und Antworten auf wesentliche Detailfragen liefern.

"Mit dem Fokus auf die soziale Nachhaltigkeit und die ständige Weiterentwicklung des Wiener Wohnbaus zeigen wir deutlich, dass in der Wiener Wohnbaupolitik auf starke Innovation gesetzt wird. So schaffen wir zudem die Rahmenbedingungen, dass gemeinsam mit Bauträgern, ArchitektInnen und LandschaftsplanerInnen auch weiterhin qualitativ hochwertige, zeitgemäße und kostengünstige Lösungen entwi-ckelt und realisiert werden", unterstrich Ludwig: "Mit diesen langfristigen Forschungs-arbeiten sorgen wir dafür, dass die Wohnzufriedenheit der Wienerinnen und Wiener im internationalen Vergleich weiterhin so hoch bleibt und Wien auch in Zukunft zu jenen Weltstädten mit der höchsten Wohn- und Lebensqualität zählt," so der Wiener Vizebürgermeister abschließend. (Schluss) csi

Zusammenfassungen der Studien sind in Kürze unter www.wohnbauforschung.at abrufbar.

Rückfragen & Kontakt:

Hanno Csisinko, Mediensprecher Vbgm. Dr. Michael Ludwig
Tel.: 01 4000-81983
hanno.csisinko@wien.gv.at

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