Marek: Wir müssen Jugendlichen Perspektiven für die Zukunft geben

Staatssekretärin beim Jugendrat in Brüssel - Maßnahmen für Beschäftigung, soziale Integration und optimale (Aus-)Bildung sowohl für talentierte als auch benachteiligte Jugendliche

Brüssel (OTS/BMWFJ) - "Wenn Jugendliche den Eindruck bekommen, nicht gebraucht zu werden, dann wird die Gesellschaft langfristig mit massiven Problemen zu kämpfen haben. Wir müssen daher alles daran setzen, den Jugendlichen Perspektiven für die Zukunft zu geben", betonte Christine Marek, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, am Dienstag beim Europäischen Rat für Bildung, Jugend und Kultur in Brüssel. Vor allem müsse es dabei aus Sicht der Jugendpolitik zu einer Verbesserung der Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten kommen, die sowohl besonders talentierte und geförderte Jugendliche als auch sozial und gesellschaftlich benachteiligte Jugendliche einbeziehe. Denn innovative und arbeitsmarktorientierte Qualifizierungsmaßnahmen seien eine wichtige Voraussetzung, um die Krise zu meistern und gestärkt aus ihr herauszukommen.

Marek begrüßte daher, dass die "Europa 2020"-Strategie der Europäischen Union der Jugend einiges an Gewicht zukommen lässt und so eine Entwicklung vorgibt, die die Länder in ihrer Jugendpolitik einsetzen müssen. Ziel müsse es sein, junge Menschen fit für die steigenden Herausforderungen am Arbeitsmarkt zu machen und in ihnen die Bereitschaft zu mehr Flexibilität und Mobilität zu wecken. Verstärkte Maßnahmen für die soziale Integration sollten besonders auch die Beschäftigungschancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund verbessern.

Die österreichische Jugendpolitik, setzte Marek fort, habe bereits die formalen und inhaltlichen Rahmenbedingungen geschaffen, um die Jugendlichen auf dem Weg in das Erwerbsleben zu begleiten. Die aktuelle Jugendarbeit müsse künftig noch stärker als Seismograph und Übersetzerin für die Bedürfnisse, Anliegen, Wünsche und Forderungen der jungen Menschen für ihr Leben in Österreich wirken und nehme daher Einfluss auf zukünftige jugendpolitische Strategien. Österreich arbeite an einem Netzwerk, in dem Interessensvertretungen und politische Einrichtungen aller Ebenen verknüpft seien, um noch unmittelbarer die Lebenswelten junger Menschen und die Entwicklung des einzelnen Jugendlichen berücksichtigen zu können.

"Jugendliche brauchen in ihrer Entwicklung Unterstützung. Dies muss den familiären, den formalen Bildungs- und vor allem den außerschulischen Bereich beinhalten. Ziele sind die Forcierung der Beschäftigungsfähigkeit Jugendlicher durch Empowerment und Partizipation statt formalen Lernens, der Erwerb sozialer Kompetenzen durch Freiwilligenarbeit sowie die Steigerung und nachhaltige Stärkung von Berufsorientierung, Berufswahl- und Bewerbungskompetenz der Jugend. Für diese Herausforderungen der nächsten Jahre braucht es eine starke Jugendpolitik, die die Entwicklung von Jugendlichen in einem breiten Spektrum fördert. Daher ist weiterhin ein starkes und eigenständiges EU-Jugend-Programm erforderlich", so die Staatssekretärin abschließend.

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