Rasinger: Demographische Entwicklung erfordert neue Wege im Bereich Geriatrie

ÖVP-/SPÖ-Entschließungsantrag betreffend Verbesserung der Ausbildung der Allgemeinmediziner

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Der hausärztlichen Versorgung durch Allgemeinmediziner wird im gesundheitlichen Versorgungsgeschehen eine wachsende Bedeutung zugewiesen, gerade unter dem Aspekt einer voranschreitenden Spezialisierung, dem Umgang mit komplexen Krankheitsbildern und der demographischen Entwicklung. Diese Anforderungen können nur erfüllt werden, wenn das notwendige fachliche Rüstzeug umfassend vermittelt wird. Das sagte heute, Dienstag, ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger anlässlich der heutigen Sitzung des Gesundheitsausschusses. ÖVP/SPÖ bringen daher heute einen Entschließungsantrag betreffend Verbesserung der Ausbildung der Allgemeinmediziner
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In dem Entschließungsantrag wird der Bundesminister für Gesundheit ersucht, die Aus- und Weiterbildung der Ärztinnen und Ärzte, insbesondere im Bereich Geriatrie, sicherzustellen, die Qualität der Ausbildung der Allgemeinmediziner weiter zu verbessern und die gesetzlichen Voraussetzungen zum Erwerb von Additivfächern - also eine spezielle Ausbildung im Rahmen eines Sonderfaches - auch für Allgemeinmediziner zu schaffen.

Derzeit besteht die Ausbildung zum Allgemeinmediziner aus drei Jahren Turnus, zusammengesetzt aus zwölf Monate Innere Medizin, jeweils vier Monate Chirurgie, Kinderheilkunde und Gynäkologie/Geburtshilfe und jeweils zwei Monate Neurologie/Psychiatrie, HNO, und Dermatologie. Sechs Monate Lehrpraxis können in einer Akutambulanz oder in einer Praxis eines niedergelassenen Arztes für Allgemeinmedizin absolviert werden. Den Abschluss der Ausbildung stellt die Prüfung zum Arzt für Allgemeinmedizin dar. "Einige für die Praxis wichtige Ausbildungsinhalte sind im Turnus nicht oder nur sehr gering integriert", verweist Rasinger auf die Bereiche Orthopädie, Unfallchirurgie, Augenheilkunde, Physikalische Medizin, Geriatrie, Psychiatrie, Urologie oder Lungenheilkunde.

"Allgemeinmedizinern war es bisher nicht möglich, eine vertiefte Ausbildung in Form eines Additivfaches zu absolvieren. Mit der derzeit in Begutachtung befindlichen 14. Ärztegesetz-Novelle soll es auch diesen ermöglicht werden, Zusatzqualifikationen zu erwerben", hebt Rasinger positiv hervor. "Durch die demographische Entwicklung der Bevölkerung ist vor allem die Einführung eines Additivfaches Geriatrie vorrangig. Dieses sollte dann sowohl für Ärzte der Fachrichtungen Physikalische Medizin, Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie, als auch für Allgemeinmediziner ermöglicht werden", schloss der Abgeordnete.
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