Rasinger: Brauchen bei Kindergesundheit Verbesserungen

ÖVP/SPÖ bringen Entschließungsantrag betreffend Kindergesundheitsstrategie ein

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Den Kindern in Österreich geht es in vielen Dingen gut, allerdings haben nicht alle die gleichen Chancen, sich gesund zu entwickeln. Internationale Studien deuten darauf hin, dass Kinder aus einkommensschwachen und bildungsfernen Familien schlechtere Gesundheitschancen haben als solche aus einkommensstarken und gebildeten Familien. In einigen Bereichen scheint die Gesundheit der Kinder insgesamt in den letzten Jahrzehnten schlechter geworden zu sein. Daher wurden vom Bundesminister für Gesundheit Problembereiche definiert und Initiativen gesetzt, wie etwa die Ausweitung der Leistungen im Mutter-Kind-Pass-Programm oder des Impfkonzepts des Bundes, der Bundesländer und des Hauptverbandes. Da bisher aber nur Einzelaktivitäten erfolgt sind, müssen alle Kompetenzen und Interessen gebündelt werden, um gemeinsam eine Strategie im Sinne einer health-in-all-policies Vorgangsweise zu entwickeln. Das sagte heute, Dienstag, ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger anlässlich der Sitzung des Gesundheitsausschusses. ÖVP und SPÖ haben daher einen Entschließungsantrag betreffend Kindergesundheitsstrategie eingebracht. ****

Um die Versorgung im Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie sicherzustellen, befindet sich eine Mangelfach-Verordnung, die die Facharztausbildung in Kinder- und Jugendpsychiatrie erleichtert, in Begutachtung. Damit besteht die Möglichkeit, zusätzlich 25 Ärzte in diesem Fach auszubilden.

Im Auftrag des Gesundheitsministers wurde ein Kindergesundheitsdialog gestartet, der erstmals alle Interessensgruppen in einem Diskussionsprozess vereint. In sechs Arbeitsgruppen werden verschiedene Themenbereiche behandelt und Lösungsvorschläge erarbeitet. Diese Themenbereiche sind: Gesundheitsförderung und strukturelle Prävention, Versorgung, psychosoziale Gesundheit, Rehabilitation, Risikoschwangerschaft/Risikogeburt, Kinderarzneimittel.

Im Entschließungsantrag wird nun der Gesundheitsminister ersucht, "insbesondere das Impfkonzept des Bundes weiter zu entwickeln und bei Vorliegen eines höher valenten und damit besser wirksameren Pneumokokken-Impfstoffes das Kinderimpfkonzept neu zu überarbeiten und die Versorgung im Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie durch die Erlassung einer Mangelfach-Verordnung sicherzustellen. Weiters wird der Bundesminister ersucht, gemeinsam mit allen Interessensgruppen und Politikbereichen eine Kindergesundheitsstrategie zu entwickeln". (Schluss)

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