"Chrom, PS und Leder - Leidenschaft Oldtimer"

"Erlebnis Österreich" am Samstag, 15. Mai 2010, 17.05 Uhr, ORF 2

St. Pölten (OTS) - Manche nennen es voller Selbstironie das "rostigste Hobby der Welt" - und widmen sich ihm doch mit großer Hingabe. Gemeint ist die Liebe zu Autos, die zumindest zwanzig - im Idealfall aber noch viel mehr - Betriebsjahre hinter sich haben. Ob PKW oder LKW, ob Zweirad oder Traktor: Für jeden fahrbaren Untersatz und für jede Marke scheint es genügend Liebhaber, genügend Nachfrage - und genügend Geld zu geben. Tausende Menschen beschäftigen sich alleine in Niederösterreich mit diesem Hobby, wie das "Erlebnis Österreich" aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich (Gestaltung:
Andi Leitner und Christian Puluj) zeigt.

Das Spektrum ist groß: Manche Sammlungen umfassen 200 alte Fahrzeuge, manche Oldtimer-Freunde besitzen gerade einmal zwei der in die Jahre gekommenen, aber liebevoll gepflegten "Gustostückerl". Und mancher Fan muss sich mit historischen Einzelteilen, Büchern oder Fanartikeln zufrieden geben. Aber Hauptsache, an den guten Stücken klebt der Geruch von Motoröl, Diesel und Benzin.

"Chrom, PS und Leder - Leidenschaft Oldtimer" beginnt mit einer Reportage von der bereits 25. "Seiberer-Rallye": Dieses traditionsreiche Bergrennen in der Wachau steht ganz im Zeichen der Nostalgie und gilt als absoluter "Kult-Termin" im Land; jener Moment im Jahr, da sich die regionale Oldtimer-Szene "prominent" in Szene setzt: Besitzer alter Autos, ihre stolzen Angehörigen und viele Bewunderer der früheren Automobil-Kunst.

Ein zweites Kapitel in diesem "Erlebnis Österreich" wird in Kleinwetzdorf im Weinviertel aufgeschlagen: Hier hat der Industrielle Rudolf Koller seine umfassende Sammlung faszinierender Oldtimer zusammengestellt. "Wir können jedes Jahrzehnt Automobilgeschichte mit Beispielen belegen", sagt der Sammler aus Leidenschaft stolz - in seinem Museum stehen unter anderem amerikanische, deutsche und britische Luxus-Limousinen der 1930er, 1940er und 1950er-Jahre dicht nebeneinander. Auch dem Rennsport widmet Koller großes Interesse, zählte doch der 1970 in Monza tödlich verunglückte Jochen Rindt zu seinen Freunden.

Das "RRRollipop-Museum" in Eggenburg im Waldviertel wiederum ist Teil der sogenannten "Nostalgiewelt", die hier ihre Heimat gefunden hat. Zu sehen ist die Sammlung Lerner, ein liebevoll zusammengestellter Überblick über Fahrzeuge, die vor und nach dem 2. Weltkrieg auf Österreichs Straßen zu sehen waren. Authentisches "Mobilitätsgefühl" der 1950er-Jahre vermittelt eine Spritztour mit einem Fahrzeug der Sammlung - inklusive Benzinkanister, denn Tankstellen waren damals in manchen Regionen noch Mangelware...

Der Oldtimer-Sammler Dieter Peschl schließlich hat sich auf den Zweirad-Sektor spezialisiert. Zum Interview im Motorradmuseum Krems-Egelsee bringt er bemerkenswerte Fotoalben mit, in denen der hohe Stellenwert des Motorsports in Niederösterreich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dokumentiert wird. So waren Zweiradrennen auf Sandpisten überaus beliebt - zum Beispiel in den 1920er- und 1930er Jahren auch auf jenem Areal, das heute Standort der niederösterreichischen Landesregierung und des ORF Niederösterreich ist.

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