AK Tumpel: Arbeit in Österreich zu hoch besteuert

Forderung nach mehr Steuergerechtigkeit

Wien (OTS) - "Die heute veröffentlichte OECD-Studie zur Steuer-
und Abgabenlast zeigt neuerlich: In Österreich ist Arbeit viel zu hoch besteuert", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Trotz der Steuerreform, die 2009 in Kraft getreten ist, liegt Österreich bei der Steuerbelastung der Arbeitseinkommen noch immer weit über dem EU-Durchschnitt. Die Steuerreform hat zwar im Jahr 2009 eine Entlastung gegenüber dem Jahr 2008 gebracht. In Summe ist die Belastung seit dem Jahr 2000 aber sogar noch leicht angestiegen. Bei einem alleinstehenden Durchschnittsverdiener mit einem momentanen Einkommen von 39.856 Euro brutto ist die Abgabenbelastung von 47,3 Prozent im Jahr 2000 auf 47,9 Prozent im Jahr 2009 angestiegen während im gleichen Zeitraum im OECD-Durchschnitt die Abgabenbelastung von 37,8 Prozent auf 36,4 Prozent gesunken ist. "Es braucht endlich mehr Gerechtigkeit im österreichischen Steuersystem", betont Tumpel, "denn während Österreich bei der Steuerbelastung der Arbeitseinkommen regelmäßig im Spitzenfeld liegt, ist Österreich genauso regelmäßig eines der Schlusslichter bei der Besteuerung von Vermögen und Kapital." Die Arbeiterkammer fordert, dass die anstehende Budgetkonsolidierung keinesfalls zulasten der ArbeitnehmerInnen gehen darf. "Es müssen endlich auch die Vermögenden, Unternehmen und Banken einen Beitrag leisten. Ich spreche mich daher für die Einfühung einer Bankenabgabe, einer Finanztransaktionssteuer, einer Vermögenszuwachsteuer und die Abschaffung und Einschränkung von Steuerpriviligien für Stiftungen und Unternehmen aus", so Tumpel.

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