Papst zu viertägigem Pastoralbesuch in Portugal eingetroffen

Benedikt XVI. besucht im Rahmen seiner 15. Auslandsreise Lissabon, Fatima und Porto

Lissabon, 11.05.10 (KAP) Papst Benedikt XVI. ist am Dienstagmittag zu seinem viertägigen Pastoralbesuch in Portugal eingetroffen. Kurz vor 11 Uhr Ortszeit landete der Airbus 320 der Alitalia nach rund dreistündigem Flug und ohne Verzögerung durch die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull in Lissabon. Zur Begrüßung Benedikts XVI. waren die Bischöfe des Landes sowie Präsident Anibal Cavaco Silva zum Flughafen gekommen. Während des Fluges nahm der Papst im Rahmen einer traditionellen "fliegenden Pressekonferenz" zur aktuellen Missbrauchs-Causa sowie zur Portugal besonders stark betreffenden Wirtschafts- und Finanzkrise Stellung.

Im Blick auf die Finanz- und Wirtschafskrise warnte der Papst vor einer nach seiner Auffassung falschen Trennung zwischen Ethik auf der einen Seite und Wirtschaftspositivismus auf der anderen Seite. Die Krise zeige, "dass ein reiner ökonomischer Pragmatismus, der von der Wirklichkeit des Menschen als ethisches Wesen absieht, nicht gut ausgeht, sondern unlösbare Probleme schafft". Ethik stehe nicht außerhalb von Vernunft und pragmatischem Handeln, sondern liege in deren Innerem, so der Papst.

Im Blick auf die Missbrauchs-Causa sagte der Papst: "Heute sehen wir in wirklich erschreckender Weise, dass die größte Verfolgung der Kirche von Feinden nicht von außerhalb kommt, sondern aus der Sünde innerhalb der Kirche entsteht." Nötig seien die Bereitschaft zu Buße und Reinigung, aber auch zu einer juristischen Aufarbeitung und Vergebung.

Als "ein Fenster der Hoffnung, das Gott öffnet" hat, bezeichnete Benedikt XVI. Fatima bei seiner Eröffnungsansprache am Flughafen von Lissabon. Nach der offiziellen Ankunft auf dem Flughafen begab sich der Papst zur eigentlichen Willkommenszeremonie in das Hieronymuskloster im Zentrum der portugiesischen Hauptstadt.

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