Selbsthilfegruppen als Partner im Gesundheitswesen

Erste "Woche der Selbsthilfe" startet mit vielen Aktivitäten kommenden Montag

Wien (OTS) - Selbsthilfegruppen in Wien haben 40.000 Mitglieder, über 120.000 WienerInnen sind an den 260 Selbsthilfegruppen zu 150 Themen von A wie Adipositas bis Z wie Zöliakie interessiert. Damit hat Selbsthilfe im Gesundheitswesen der Stadt einen großen Stellenwert, wie Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely im Rahmen des Mediengesprächs des Bürgermeisters heute, Dienstag, betonte. "Selbsthilfegruppen ermöglichen Hilfesuchenden einen umfassenden Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten. Hier können Menschen mit körperlichen und psychischen Beschwerden offen auf Augenhöhe über ihre Probleme reden. Das unterstützt den Genesungsprozess", erklärte Wehsely.

Rolle der Selbsthilfegruppen

Die Mitglieder von Selbsthilfegruppen unterstützen sich in den Gruppentreffen wechselseitig und geben sich dadurch Halt in schwierigen Lebenssituationen. Zudem bieten Selbsthilfegruppen Beratung um im Alltag mit Problemen zurecht zu kommen. Gleichzeitig gehen Selbsthilfegruppen auch nach außen und sensibilisieren die Öffentlichkeit zu ihren Themen, vertreten ihre Interessen und nehmen so aktiv am Gesundheitswesen teil. Rund zwei Drittel der Selbsthilfegruppen widmen sich körperlichen, ein Drittel psychischen Problemen.

Unterstützung durch die Stadt Wien

Die Stadt Wien fördert Selbsthilfegruppen auf mehreren Ebenen. Zentrale Ansprechpartnerin ist die Selbsthilfeunterstützungsstelle in der Wiener Gesundheitsförderung (WIG). Sie bietet Gründungsberatung für engagierte Menschen, die eine Selbsthilfegruppe ins Leben rufen wollen. Es wird die Vernetzung untereinander gefördert und das Selbsthilfegruppen-Verzeichnis herausgegeben. Außerdem vergibt die Selbsthilfeunterstützungsstelle finanzielle Förderungen für den Verwaltungsaufwand und Schulungen, um die Mitarbeiter der Gruppen in ihrer Tätigkeit zu unterstützen.

Außerdem unterstützt die Stadt Wien über den Fonds Soziales Wien das Selbsthilfeprogramm von Pro Mente Wien und die Leistungen der Nachbarschaftszentren des Wiener Hilfswerks, dessen Räume Treffpunkte für einige Selbsthilfegruppen darstellen. Über den Reformpool des Wiener Gesundheitsfonds und der Sozialversicherungsträger wird das Projekt "Selbsthilfegruppen greifbar im Spital" finanziert. Hier geht es darum, PatientInnen den Kontakt zu Selbsthilfegruppen schon im Spital zu erleichtern.

Programm der "Woche der Selbsthilfe" ab 17. Mai

Unter dem Motto "Selbsthilfe tritt auf" machen am Montag, den 17. Mai, insgesamt 60 Wiener Selbsthilfegruppen auf sich und ihre Themen aufmerksam. Ab 8 Uhr Früh rollen sie ihre Transparente an 20 "Hot Spots" in Wien aus, um im morgendlichen Verkehr möglichst viele Wienerinnen und Wiener mit ihren Botschaften zu erreichen. Um 10 Uhr 30 eröffnet Stadträtin Wehsely in der Lugner City die Wanderausstellung "Selbsthilfe - (m)eine Chance". Auf anschauliche Art und mit der Möglichkeit zur Interaktion wird die Arbeit in Selbsthilfegruppen ebenso dargestellt wie Wirkung und Hilfestellung von Selbsthilfe generell. In der Lugner City ist die Ausstellung bis inklusive 18.5.2010 zu sehen.

Selbsthilfe "zum Angreifen" gibt es am Dienstag, den 18. Mai, beim "Open House der Wiener Selbsthilfegruppen". Zwischen 17 und 21 Uhr laden rund 30 Wiener Selbsthilfegruppen die Wienerinnen und Wiener ein, sich vor Ort ein eigenes Bild über die Arbeit von Selbsthilfegruppen zu machen und zu informieren. Der Themenbogen reicht von Diabetes über Herzkreislauferkrankungen bis hin zu Hilfestellung bei Trennungen.

Die Wanderausstellung "Selbsthilfe - (m)eine Chance" macht bis inklusive 20.5.2010 im Einkaufszentrum Millennium City Station. Auch hier erhalten die Wienerinnen und Wiener Gelegenheit, sich mit der Arbeit von Selbsthilfegruppen sowie ihren Angeboten und Leistungen auseinander zu setzen.

Die Wiener Gesundheitsförderung lädt am Donnerstag, den 20. Mai, zur 1. Wiener Selbsthilfe-Konferenz ins Palais Auersperg. Unter dem Motto "Selbsthilfe - eine Kraft, die verbindet" werden einerseits aktuelle Entwicklungen - auch international - präsentiert. Gleichzeitig bietet die Veranstaltung für alle Fachleute eine ideale Plattform für Vernetzung und die Anbahnung von Kooperationen. Im Mittelpunkt steht die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfegruppen und ihren relevanten Umwelten.

Zum Abschluss und Höhepunkt der Schwerpunktwoche lädt die Wiener Gesundheitsförderung am Freitag, den 21. Mai, alle WienerInnen zum "Tag der Selbsthilfe" ins Wiener Rathaus. Zwischen 12 bis 18 Uhr stehen VertreterInnen der Wiener Selbsthilfegruppen sowie zahlreiche ExpertInnen aus der Medizin bzw. dem Gesundheits- und Sozialbereich für Fragen und Diskussionen zur Verfügung - sowohl im persönlichen Gespräch als auch im Rahmen des abwechslungsreichen Bühnenprogramms. Das Themenspektrum reicht von körperlichen über psychische bis hin zu sozialen Problemen, für die Wiener Selbsthilfegruppen Unterstützung anbieten. Der Eintritt ist frei.

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Johann Baumgartner
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