Grüne Wien berufen Sonderlandtag zum Automatenglücksspiel ein

Ellensohn: "Wien macht Kniefall vor der Glücksspiellobby"

Wien (OTS) - Die Grünen Wien werden einen Sonderlandtag zum Automaten-Glücksspiel einberufen. Immer mehr Menschen geraten in finanzielle Nöte, weil sie spielsüchtig geworden sind. Die Beratungsstellen können die Anfragen nicht mehr bewältigen. In Wien spült die Spielsucht 55 Millionen Euro pro Jahr in die Stadtkassen. Die derzeitige Gesetzeslage in Wien ist völlig unzureichend und wird umgangen. Die derzeit geplante Glücksspielnovelle schränkt das Glücksspiel nicht ein, sondern legalisiert bisheriges Unrecht.

"Die Wiener SPÖ schweigt zu diesem Thema und nimmt in Kauf, dass die Spielsucht weiter zunimmt. Die Grünen Wien machen jetzt mit der Einberufung eines Sonderlandtags die Nagelprobe für die Wiener SPÖ-Abgeordneten: Entweder stehen die SPÖ-PolitikerInnen auf der Seite Glücksspiellobby oder der betroffenen Spielsüchtigen und deren Familien. "Wir fordern das Aus für das Automaten-Glücksspiel in Wien", so David Ellensohn, Stadtrat der Grünen Wien.

"Die SpielerInnen werden immer jünger, weil der Jugendschutz nicht funktioniert. Neben der rigorosen Überwachung des Jugendschutzes ist eine altersgerechte Präventionskampagne notwendig", betont Ellensohn. Die Grünen fordern neben dem Aus für das Kleine Glücksspiel in Wien eine sofortige Überprüfung aller in Wien stehender Automaten, mehr Mittel aus der öffentlichen Hand für Spielsuchttherapie und eine eigene Studie für Wien über die sozialen Folgekosten der Spielsucht.

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