Erfolgreiches Mentoring-Projekt in Wien und NÖ erleichtert MigrantInnen Einstieg in den Arbeitsmarkt

Gemeinsames Projekt der Wirtschaftskammern Österreichs, des AMS und des Integrationsfonds - bis dato mehr als 300 Mentoring-Paare österreichweit

Wien (OTS/PWK379) - Mit dem Projekt "Mentoring für
MigrantInnen", das von den Wirtschaftskammern Österreichs, dem Österreichischen Integrationsfonds (OIF) und dem AMS initiiert wurde, unterstützen Wirtschaftstreibende und Führungskräfte aus der Wirtschaft qualifizierte Personen mit Migrationshintergrund bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Anlässlich der zu Ende gehenden Projektdurchgänge in Wien und Niederösterreich fand Montagabend im Haus der Wirtschaft in Wien eine feierliche Abschlussveranstaltung statt.

"Das 2008 als Pilotprojekt initiierte Programm hat sich als durchschlagender Erfolg erwiesen. Inzwischen wird das Projekt in fünf Bundesländern - neben Wien und Niederösterreich auch in Oberösterreich, Tirol und der Steiermark - angeboten. Mehr als 300 Mentoring-Paare wurden gebildet, viele Mentees fanden einen Job", betonte WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser. Bei den aktuellen Durchgängen in Wien und Niederösterreich konnte jeder 3. Mentee in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden, wobei es im Projekt nicht vorrangig um die Vermittlung eines Jobs geht, sondern um die Entwicklung von Fertigkeiten, um am Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können. 80 % der MentorInnen betonten, dass auch sie profitiert haben. Hochhauser unterstrich, dass "Mentoring für MigrantInnen" nicht nur Mentees und Mentoren Vorteile bringt, sondern auch der Wirtschaft im Allgemeinen: "Ost- und Südosteuropa ist sehr wichtig für unsere Exporteure. Gleichzeitig haben viele in Österreich lebende Menschen ihre Wurzeln in dieser Region. Es nützt allen, wenn wir auf die Ressourcen hinweisen, die Personen mit Migrationshintergrund mitbringen, und diese nutzen."

Paulus Stuller, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien betonte:
"Die Wirtschaft ist in vielen Bereichen, die gesellschaftspolitische Auswirkungen haben, Vorreiter - auch bei der erfolgreichen Integration von Migranten." Die Wiener Wirtschaft werde nachhaltig von Migranten geprägt. "Sie tragen viel zum Erfolg des Wirtschaftsstandortes Wien bei, vor allem durch ihre sprachliche und interkulturelle Kompetenz und ihre Verbindungen in ihre Herkunftsländer", so Stuller. Parallel zu "Mentoring für MigrantInnen" hat die WK Wien bereits früh die Bedeutung von Migranten erkannt und spezielle Serviceangebote entwickelt. Dazu zählen muttersprachliche Beratungen in allen unternehmerischen Angelegenheiten, Veranstaltungsreihen speziell für migrantische Betriebe und die Gründung des Diversity Referats, das sich um Kontakte, Kommunikation und gemeinsame Initiativen mit Migranten kümmert. Ziel sei es, Ängsten durch Information entgegen zu wirken, Vorurteile abzubauen und die Chancen der Zuwanderung für die Wirtschaft zu betonen.

"Es freut mich, dass wir gemeinsam mit der Wirtschaftskammer und dem AMS das Programm Mentoring für Migrantinnen im Februar 2008 initiiert haben. Es ist ein im deutschsprachigen Raum einzigartiges Erfolgsprojekt", sagte die stellvertretende Geschäftsführerin des Österreichischen Integrationsfonds, Beatrix Lewandowski. "In der sechsmonatigen Mentoring-Partnerschaft können die Mentees durch den Perspektivenwechsel mit ihrer/m MentorIn wertvolle Kenntnisse über den österreichischen Arbeitsmarkt erlangen und ihre Potenziale für ihren beruflichen Erfolg in Österreich herausarbeiten", so Lewandowski.

"Es freut mich natürlich sehr, dass ein Drittel aller Mentees den Weg in den Arbeitsmarkt gefunden hat", erklärte Claudia Finster, Geschäftsführerin des AMS Wien. Darüber hinaus sei es jedoch auch gelungen, den Migrantinnen und Migranten einerseits wertvolle Kontakte zu vermitteln und ihnen andererseits ein Gespür für die österreichische Berufswelt mitzugeben, so Finster: "Das ist für ihre Zukunft mindestens ebenso wertvoll." (SR)

Nähere Informationen unter www.wko.at/mentoring.

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