Samariterbund fordert Aufwertung der Pflegefachkräfte

Samariterbund zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai

Wien (OTS) - Anlässlich des Internationalen Tages der Pflege setzt sich der Präsident des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, Franz Schnabl, für eine stärkere Position der Pflegenden ein:
"Pflegefachkräfte leisten im mobilen wie im stationären Bereich tagtäglich hervorragende Arbeit. Die Lebensqualität und Menschenwürde hunderttausender älterer und pflegebedürftiger Menschen hängt von ihnen ab. Sie verdienen höchste Anerkennung", erklärt Franz Schnabl.

Pflegeberufe fördern

In Österreich arbeiten pro 1.000 Einwohner nur 7,1 Personen im Pflegebereich. Im Vergleich dazu sind es in Deutschland 10,4 Personen, in Finnland gar 21,7 Personen. Die Pflege gehört zu den wenigen Berufssparten mit einem Überschuss an offenen Stellen. "Schon heute ist der Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal spürbar, und der Pflegebedarf wird in den kommenden zehn Jahren massiv steigen. Wir müssen heute die Voraussetzungen dafür schaffen, dass wir auch im Jahr 2020 noch genügend Pflegefachkräfte haben", fordert Franz Schnabl.

Pflegegeld-Einstufung mit Pflegenden

Voraussetzung dafür sei eine Aufwertung des gesamten Berufsstandes. So könnten die Aus- und Weiterbildungswege im Pflegebereich vielseitiger gestaltet werden, zum Beispiel durch einen Ausbau von Bachelor- und Masterlehrgängen. "Ich unterstütze auch die Idee, Pflegeexpertinnen und -experten bei den Gutachten zur Feststellung der Pflegestufe einzubeziehen, wie sie derzeit von Bundesminister Rudolf Hundstorfer geprüft wird. Ärzte und Pflegende sollten in Zukunft nach dem Vier-Augen-Prinzip entscheiden", erklärt Franz Schnabl.

Podiumsdiskussion

Am 18. Mai 2010 lädt der Samariterbund ins Pflegekompetenzzentrum Weppersdorf im Burgenland zu einer Podiumsdikussion mit dem Thema "Pflege und Pflegeberufe - Anforderungen an die Zukunft." Diskutieren werden Sozialminister Rudolf Hundstorfer, Nationalrätin Mag. Christine Lapp, der burgenländische Landesrat Dr. Peter Rezar, Samariterbund-Präsident Franz Schnabl und die Leiterin der Gesundheits- und Sozialen Dienste des ASBÖ Christine Ecker, MBA, MAS.

Masterplan 2010

Unter dem Titel "Masterplan 2010" hat der Samariterbund in den vergangenen vier Jahren seine Pflegeangebote massiv ausgebaut, sowohl im mobilen als auch im stationären Bereich. So wird zum Beispiel in diesem Jahr das dritte Pflegekompetenzzentrum des Samariterbundes im Burgenland eröffnet. Drei weitere befinden sich im Bau und gehen voraussichtlich 2011 in Betrieb.

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