12.5.: Internationaler Tag der Pflege - Volkshilfe dankt allen Pflegenden und betont Dringlichkeit eines Pflegefonds

Wien (OTS) - Volkshilfe Präsident Univ.-Prof. Dr. Josef Weidenholzer nimmt den Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai -dem Geburtstag Florence Nightingales, der Pionierin der professionellen Pflege - zum Anlass, allen in der Pflege und Betreuung Tätigen für ihre Leistungen und ihren unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft zu danken: "Es sind in erster Linie die Pflegekräfte, die mit großer Kompetenz und enormem Einsatz die Versorgung kranker und pflegebedürftiger Menschen sicherstellen. Daher setzt sich die Volkshilfe nicht nur an diesem einen Tag, sondern das ganze Jahr über für verbesserte Rahmenbedingungen für Pflegeberufe ein. Pflegende setzen all ihr Wissen ein, um trotz knapper Ressourcen und kontinuierlich steigender Anforderungen entsprechende Lösungen und Hilfsangebote für PatientInnen, BewohnerInnen und ihre Angehörigen zu finden. Es sind die Pflegekräfte, die mit ihrer Arbeit ein Leben mit oder nach einer Erkrankung beziehungsweise bei Pflegebedürftigkeit ermöglichen."

Pflegeberufe aufwerten.

In Österreich sind knapp 200.000 Menschen in Gesundheits- und Sozialberufen beschäftigt, 80 % davon sind Frauen. Rund 80.000 Frauen und Männer gehen derzeit einem professionellen Beruf im Bereich der Alten- und Behindertenpflege nach. In Österreich wird ihr Engagement oft zu wenig gewürdigt. Gerade im Langzeitpflegesektor ist in den letzten Jahren der Effizienz- und Kostendruck enorm gestiegen. Die Vielschichtigkeit des Arbeitsfeldes und die Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen aus dem Pflege- und Betreuungsbereich sowie aus dem Gesundheitssektor machen eine Tätigkeit in der Langzeitpflege zusätzlich schwierig. Hinzukommt die geringere Attraktivität des Arbeitsfeldes der Langzeitpflege im Vergleich zu anderen Gesundheits- und Sozialberufen. "Die Auswirkungen sind dramatisch, gerade diplomierte Pflegekräfte fehlen im Langzeitpflegebereich an allen Ecken und Enden." konstatiert der Präsident der Volkshilfe.

Steigender Bedarf.

Weidenholzer gibt zu bedenken, dass "zu wenig Personal und zu wenig Geld für die Pflege eine der gegenwärtig größten Herausforderungen für die Politik in Österreich sind." Ursache für diese großen quantitativen Probleme ist die Zunahme von älteren und pflegebedürftigen Menschen. Derzeit gibt es in Österreich bereits rund 420.000 PflegegeldbezieherInnen. Prognosen gehen davon aus, dass sich die Anzahl der betreuungs- und pflegebedürftigen Personen in den nächsten zwanzig Jahren mehr als verdoppeln wird.

Leistbarkeit der Pflege sichern.

"Die Volkshilfe drängt daher auf rasche Lösungen bei der Pflegefinanzierung: Ein reiches und produktives Land wie Österreich muss sich notwendige Mehrausgaben für Pflege und Betreuung auf qualitativ hochwertigem Niveau für alle leisten können, es bedarf dazu vor allem des politischen Willens. Die Volkshilfe fordert schon seit Jahren eine solidarische, sozial gerechte und einheitliche Finanzierung der Pflege in Österreich, die im Regierungsprogramm vorgesehene Einrichtung eines Pflegefonds ist dringend nötig. Wir erneuern zudem unsere Forderung nach einer für die Pflege zweckgebundenen Erhöhung der Vermögensbesteuerung auf das EU-Durchschnittsniveau.", schließt Josef Weidenholzer.

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