FA Kärnten gegen Junckers Euro-Verschwörungstheorien

Wien (OTS) - Die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) Kärnten kritisieren vehement die fälschlicherweise als 'Krisenmanagement' bezeichneten verbalen Rundumschläge unionseuropäischer Politiker, allen voran des luxemburgischen Ministerpräsidenten Jean-Claude Juncker, in Sachen Stabilisierung des Euro.

Juncker und andere sprechen seit Tagen in verschwörungstheoretischer Manier von "weltweit organisierten Attacken gegen den Euro", von bösen Spekulanten und von Ratingagenturen, die noch zusätzlich Öl ins Feuer gießen würden. Klar gestellt werden muss, dass all diese Rundumschläge reine Propaganda sind und mit der Realität nichts zu tun haben!

Schuld an der Misere ist niemand anderer als die politischen Eliten der Euroländer, die wider besseres Wissen, entgegen allen Erkenntnissen der Wirtschaftswissenschaft und unter Ignorieren aller Warnungen 16 strukturell völlig inhomogene Staaten unter ein gemeinsames Euro-Dach pressten. Kurzfristig profitierten wirtschaftlich weniger entwickelte Staaten zwar von niedrigen Zinsen und Transferzahlungen in Milliardenhöhe. Längerfristig wirkt sich aber die mangelnde Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit in diesen Staaten verheerend aus.

Man kann Staaten wie Griechenland, Portugal, Spanien oder Irland mit beispielsweise 750 Milliarden in einem 'Rettungsfonds' einige Jahre Zeit erkaufen - das Problem zu lösen ist auf diese Weise jedoch nicht möglich!

Wenn diese massiven ökonomischen Schieflagen von Ratingagenturen angeprangert und von Spekulanten ausgenutzt werden so steckt dahinter jedoch kein böswilliger Angriff, sondern schlichtes Einschätzen der realen Gegebenheiten. Personen wie Juncker sollten besser von ihrem hohen Politikerross herunter kommen und den Realitäten ins Auge sehen, anstatt vor ihrer persönlichen Verantwortung in inhaltsleere Plattitüden zu flüchten!

Will man die Eurozone retten, so bleiben nur zwei Auswege. Entweder die EZB kauft massiv Staatsanleihen der Mitgliedsstaaten auf, finanziert auf diese Weise - im übrigen rechtswidrig - deren Defizite und löst einen unabsehbaren inflationären Schock aus, oder die strukturell schwächeren Euroländer verlassen schleunigst und in ihrem ureigensten Interesse die Währungsunion und nutzen den sich dadurch ergebenden Handlungsspielraum zu einer nachhaltigen Restrukturierung ihrer Volkswirtschaften - mit der Option auf späteren Wiedereintritt.

Variante 1 mündet früher oder später in einem ökonomischen Chaos nach Vorbild der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, während es Variante 2 zumindest ausgewählten Staaten wie Deutschland, Österreich, Finnland, Luxemburg und den Niederlanden ermöglichte, die Idee einer europäischen Einheitswährung am Leben zu erhalten. Die Entscheidung liegt bei den Staats- und Regierungschefs der EU. Allzu großer Optimismus scheint aber fehl am Platze zu sein.

Rückfragen & Kontakt:

FA Kärnten
MMag. Alexander Petschnig, Landesobmann FA Kärnten
Bernd Brandner, stv Landesobmann FPÖ Kärnten

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0007