Erster Unternehmerinnenkongress in der WKÖ voller Erfolg!

Wege aus der Krise Kernthemen des Eröffnungstalks mit Vizekanzler Pröll, WKÖ-Präsident Leitl, WK-NÖ-Präsidentin Zwazl und FiW-Vorsitzender Fürntrath-Moretti

Wien (OTS/PWK370) - "Unternehmerinnen sind die treibende Kraft
in der heimischen Wirtschaft. Mehr als ein Drittel der Betriebe sind in weiblicher Hand und der Anteil der Frauen unter den Unternehmensneugründern liegt bereits über 40 Prozent. Nun einen eigenen Kongress ins Leben zu rufen war daher naheliegend", betonte heute, Donnerstag, die Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, Adelheid Fürntrath Moretti, in ihren Eröffnungsworten zum ersten Unternehmerinnenkongress, der vom 6. bis 7. Mai in der WKÖ in Wien stattfindet. Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl freute sich in diesem Zusammenhang über einen deutlichen Zuwachs der weiblichen Delegierten im Wirtschaftsparlament: Lag deren Anteil bei seinem Amtsantritt 2000 erst bei 8 Prozent, stieg er 2005 auf 16 Prozent und konnte nun im Rahmen der letzten WK-Wahl auf 28 Prozent gesteigert werden.

Im Rahmen des Eröffnungstalks mit Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll, WKÖ-Präsident Christoph Leitl, Niederösterreichs Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl sowie Fürntrath-Moretti standen die Lehren aus der Krise im Mittelpunkt der Diskussion. Pröll betonte, dass nach der schweren Finanzkrise und der darauf folgenden Krise der Realwirtschaft die Krise ganzer Volkswirtschaften zu bewältigen sei, wie das Beispiel Griechenland zeige. Es brauche nun Ruhe und keinen Populismus, da man möglicherweise vor den entscheidendsten Momenten seit 1945 stehe. In der am 21. Mai stattfindenden Sitzung der EU-Taskforce seien die Lehre aus der Krise Thema und damit verbunden ein größerer Durchgriff in der Eurozone. "Denn wer trickst, muss mit Konsequenzen rechnen", so der Finanzminister.

Zu den Lehren aus der Krise stellte Leitl fest, dass man in Europa bisher noch nicht genug daraus gelernt hätte. Eine gemeinsame Währung bedürfe einer koordinierten Wirtschaftspolitik und diese habe - wie der Fall Griechenland nun zeige - gefehlt. Mehr als zwei Mrd. Euro allein aus Österreich für Griechenland seien viel Geld, das sich im besten Fall zu einem Geschäft für den Finanzminister entwickeln könne, aber im worst case auch verloren gehen könnte. Aus Sicht Österreichs sollte man jedenfalls die Vorteile der gemeinsamen Währung sehen, "denn es ist gut in der zweitwichtigsten Währung der Welt geborgen zu sein", so der WKÖ-Präsident.

Niederösterreichs Kammerpräsidentin Zwazl unterstrich die Bedeutung der Sicherheit der gemeinsamen Währung. Wichtige Themen in diesen Tagen seien auch die Gründung einer Europäischen Ratingagentur, die von der WKÖ gefordert wird, sowie Basel III. Zur Konjunkturbelebung sollte jedenfalls die thermische Sanierung forciert werden.

Auch die anstehende Budgetsanierung wurde im Rahmen des Eröffnungstalks des Unternehmerinnenkongresses angesprochen. Das Motto müsse aktuell lauten "Wer mehr spart, braucht weniger Steuern", so Pröll. In dieselbe Kerbe schlug WKÖ-Präsident Leitl unter dem Titel "erneuern statt besteuern", denn neue Steuern hätten eine Verminderung von Kaufkraft zur Folge. Zudem müsse man sich den anstehenden demographischen Veränderungen und deren Auswirkungen auf das Sozial- und Pensionssystem stellen, die in direktem Zusammenhang mit der Budgetsanierung stünden. Zielführend sei es, auch auf kurzfristige Maßnahmen zu setzen, die Wachstumsimpulse auszulösen und sich damit nahezu selbst finanzieren, wie etwa der diskutierte Handwerkerbonus.

Fürntrath-Moretti wiederum bezeichnete als eine der künftigen Herausforderungen einer Unternehmerinnenpolitik die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Insbesondere was die Höhe des Wochengeldes anbelangt, bestehe Handlungsbedarf. Dieses liegt derzeit bei 25,57 Euro liegt. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Wochengeld bei unselbstständig Beschäftigten liegt bei 41 Euro. Anzustreben sei hier eine Verdoppelung des Wochengeldes für Unternehmerinnen. Der bisher größte Erfolg in der sozialen Absicherung von Unternehmerinnen sei mit Sicherheit mit der Einführung der Betriebshilfe geglückt, die Zwazl in ihrer damaligen Funktion als Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft entscheidend forciert habe. (us)

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