5 Jahre Europass: Auslandserfahrungen bringen weiter

Die Vorteile von Lernen und Arbeiten im europäischen Ausland

Wien (OTS) - Innovative Ideen und ein internationales Netzwerk,
das haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer meist im Gepäck, wenn sie von ihrem Auslandsaufenthalt retour kommen. Dies bereichert auch jene Unternehmen, die die Mobilität ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als große Chance für das Unternehmen selbst und für den europäischen Arbeitsmarkt sehen. Ferner sind der Erwerb interkultureller Kompetenzen und die Fähigkeit, sich in ein soziales Umfeld eingliedern zu können, große Pluspunkte für den heimischen Arbeitsmarkt, meinte eine Expertenrunde, die gestern bei einer Diskussion anlässlich 5 Jahre Europass zu deutlichen Ergebnissen kam:

Wirtschaft und Bildung auf einem Podium

"Bei uns können Lehrlinge mobil werden, das macht uns als Arbeitgeber attraktiv", stellt Gabriela Miller, Personalentwicklerin bei Porsche Inter Auto fest und fügt hinzu, dass Porsche den Europass gut und gerne nutzt. Der Europass setzt an zwei Hebeln an: Er steigert einerseits die Mobilität und bewährt sich andererseits in der praktischen Umsetzung, wie Richard Kühnel, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich untermauert: "Die Mobilität bringt große Chancen für Europa und ist in Österreich sicher noch ausbaufähig."

Auch sei Auslandserfahrung kein Asset mehr, sondern selbstverständliche Voraussetzung. Doch werde Mobilität in der mittleren Bildung und Berufsbildung selten genutzt, so die Experten wie Amrop Jenewein Consultant Michael Baumann, Franz-Josef Lackinger, stellvertretender Geschäftsführer bfi Wien und Martin Röhsner von die Berater. Europass macht Mobilität sichtbar und ist eine Weichenstellung zur Anerkennung, dies bestätigten alle Anwesenden am Podium. Europass ist ein Instrument, um Kompetenzen übersichtlich darzustellen und wird vor allem von jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern genutzt.
Das Interesse war sehr groß und es fand reger Austausch zwischen Podium und Publikum statt. Gastgeber waren Europass Österreich und die Nationalagentur Lebenslanges Lernen, deren Leiter Ernst Gesslbauer die Runde moderierte.

Europass als Sprungbrett

Die Europass-Vorlagen unterstützen beim Eintritt in den (europäischen) Arbeitsmarkt. Sie machen Kompetenzen und Qualifikationen international verständlich und schaffen Transparenz. Dass die jungen Erwachsenen diese Hilfe auch annehmen, zeigt die Nutzerstatistik: Dreiviertel der Personen, die den Lebenslauf online ausfüllen sind unter 35 Jahre alt. "Der durchschnittliche Europass-Nutzer steht am Beginn seiner Karriere und hat überdurchschnittliche Fremdsprachenkenntnisse", so Gesslbauer. Die Vorlagen in 26 Sprachen übersetzen Ausbildungswege, berufliche Profile und erlauben es, persönliche Fähigkeiten darzustellen. "Ein Sprungbrett für Menschen, die durch Auslandsaufenthalte weiterkommen wollen", meint Gesslbauer.

Europass: Grundstein für eine erfolgreiche Bewerbung

Alle Europass-Dokumente setzen sich aus "ich kann" -Beschreibungen zusammen. Europass verleiht Zeugnissen erhöhte Aussagekraft, bezieht sich auf internationale Klassifikationen und verlinkt zu Information über nationale Bildungssysteme. Die Nutzung von Europass ist einfach und kostenlos. Europass ist Teil des Programms für lebenslanges Lernen, das jährlich rund 10.000 Österreicherinnen und Österreicher ins EU-Ausland schickt.

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Nationalagentur Lebenslanges Lernen/OeAD-GmbH
Barbara Sutrich
Schreyvogelgasse 2, 1010 Wien
Tel.: 01 / 534 08-18
E-Mail: barbara.sutrich@oead.at
Web: www.europass.at, www.lebenslanges-lernen.at, www.europass.eu

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