Österreichs Betriebe sichern mit Steuer- und Beitragszahlungen Großteil des Sozial- und Gesundheitssystems!

Leitl weist Unternehmerkritik der SPÖ zurück: Österreichs Betriebe sind keine säumigen Beitragszahler - 100% der Arbeitgeberbeiträge an Krankenkassen

Wien (OTS/PWK367) - "Die Wirtschaft ist und bleibt ein verlässlicher Beitrags- und Steuerzahler in Österreich. Unsere 400.000 Betriebe sind keine säumigen Beitragszahler. Im Gegenteil:
Sie nehmen ihre soziale Verantwortung wahr, wie nicht zuletzt die gerade veröffentlichten Zahlen des Sozial- und Arbeitsministeriums zeigen, die zudem auch einen deutlichen Beschäftigungsanstieg trotz Krise ausweisen", betonte heute, Donnerstag, der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Christoph Leitl: "Jeder, der Österreichs Betriebe gegen besseres Wissen als Abgaben- und Steuerhinterzieher kritisiert, sollte auch eingestehen, dass die Wirtschaft zwei Drittel aller Beiträge zum heimischen Sozial- und Gesundheitssystem aufbringt. Die Dienstgeberbeiträge u.a. für Kranken,- Pensions- und Unfall- und Arbeitslosenversicherung betrugen 2009 25,76 Mrd. Euro, die Dienstnehmerbeiträge beliefen sich auf 14,5 Mrd. Euro. Nahezu die gesamten Arbeitgeberbeiträge werden pünktlich an die jeweiligen Krankenkassen überwiesen. Konkret weist die offizielle Statistik für alle neun Bundesländer eine Einbringungsquote von zuletzt weit über 99 Prozent aus."

Die jüngsten Anschuldigungen von SPÖ-Seite, dass die heimischen Unternehmen ihre Steuerschuld nicht begleichen würden, seien aufgrund der vorliegenden Zahlen nicht haltbar. So ist der Betrag an ausstehenden Steuerzahlungen der Unternehmen 2005 bis 2009 von 1,5 Mrd. Euro auf 1,37 Mrd. Euro zurückgegangen. Und dies bei gleichzeitig deutlich steigenden Einnahmen des Finanzministers aufgrund der sprudelnden Konjunktur. Betrachtet man im Gegenzug alleine die Einnahmen aus Einkommens- und Körperschaftssteuer im selben Zeitraum, lag dieser Wert 2005 bei 7 Mrd. Euro und stieg 2008 auf 8,7 Mrd. Euro. Aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise sank das Aufkommen 2009 auf 6,44 Mrd. Euro. "Insgesamt ist die Zahlungsdisziplin der heimischen Betriebe an Fiskus und Sozialversicherung unverändert sehr hoch - trotz der hohen Abgabenbelastung der österreichischen Unternehmen."

Leitl stellte aber auch klar, dass in Hinblick auf schwarze Schafe die Finanzverwaltung sämtliche ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten auszuschöpfen habe und auch ausschöpfe. Eine mögliche Abgabenhinterziehung habe nicht nur eine Steuernachzahlung als Konsequenz, sondern auch eine zusätzliche Finanzstrafe. Zugleich, so Leitl, seien infolge der Wirtschaftskrise die Insolvenzzahlen gestiegen. Leitl: "Grundsätzlich bleibt kein Betrieb ohne Not dem Staat oder den Krankenkassen Geld schuldig."

Gleichzeitig wies der WKÖ-Präsident aber auch darauf hin, dass angesichts der derzeit massiv erschwerten wirtschaftlichen Situation gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen gemeinsame Lösungen bei möglichen Steuerschulden gefunden werden sollten, die etwa Stundungen oder Ratenzahlungen für die Betroffenen beinhalten. "Das ist im Interesse beider Parteien, der Unternehmer und der Finanzverwaltung. Damit gehen Gelder nicht verloren, der Fiskus erhält Stundungszinsen und den Unternehmen wird angesichts der aktuellen Wirtschaftslage ein wenig der finanzielle Druck gemindert", so Leitl. (us)

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