VP-Juraczka: Stadträtin Wehsely will sich bei Sozialmärkten aus der Verantwortung stehlen

Nicht die Wirtschaft, sondern SP-Sozialstadträtin Wehsely ist für die finanzielle Unterstützung der notwendigen Wiener Sozialmärkte zuständig

Wien (OTS) - In einer Reaktion auf die gestern bei einer Pressekonferenz der ÖVP Hernals erhobene Forderung an die Stadt Wien, den für Bedürftige notwendigen Wiener Sozialmärkten endlich finanziell unter die Arme zu greifen, wie das in anderen Bundesländern längst üblich sei, erteilte die Wiener Sozialstadträtin erneut eine enttäuschende Absage. Nicht sie, sondern die Wirtschaft wäre nach der Meinung von Stadträtin Wehsely (SP) für Sozialmärkte zuständig.
"Frau Wehsely sollte vielleicht einmal einen Blick in die Verwaltungseinteilung der Stadt Wien werfen. Dort könnte sie sehen, dass unter der Geschäftsgruppe "Soziales" nicht "Die Wirtschaft" als verantwortlich angeführt ist, sondern sie selbst als amtsführende Stadträtin", stellt der stv. Hernalser Bezirksvorsteher Manfred Juraczka (VP) die Zuständigkeiten unmissverständlich klar. Die Wirtschaft leiste bereits einen erheblichen Beitrag zur Unterstützung der Sozialmärkte, indem sie diesen Waren zur Verfügung stelle. Die Stadt Wien tue in diesem Bereich jedoch nichts, gebe dafür an anderer Stelle Unmengen von Geld für eher zweifelhafte Projekte aus.

SPÖ plant Luxusradweg statt Bedürftigenunterstützung

So plane die Stadt Wien auf der Unteren/Oberen Donaustraße den wohl teuersten Radweg der Welt. Die Kosten dieses nur 450 Meter langen Luxusradwegs belaufen sich laut offizieller Angaben auf der Internetseite der Stadt Wien auf unglaubliche 2,6 Millionen Euro. "Das sind 5.778 Euro pro Meter Radweg. Mit dem Geld dieses Luxusradwegs könnte der Sozialmarkt in Hernals 104 Jahre offenhalten. Denn der für hunderte MindestpensionistInnen und AlleinerzieherInnen notwendige Hernalser Sozialmarkt bräuchte pro Jahr nur etwa 25.000 an finanzieller Unterstützung, um überleben zu können", mahnt Juraczka die Setzung der richtigen Prioritäten bei der Verwendung von Steuergeldern ein.

ÖVP veranstaltet Benefizkabarett zur Rettung des Hernalser Sozialmarkts

Die ÖVP Hernals jedenfalls nehme - im Gegensatz zur Wiener SPÖ -Verantwortung wahr und veranstaltet am 2. Juni einen großen Benefiz-Kabarettabend zur Rettung des Hernalser Sozialmarkts mit Josi Prokopetz im Hernalser Metropol. Juraczka: "Jeder, dem der Weiterbestand des Sozialmarktes in Hernals ein Anliegen ist, ist aufgerufen, eine Karte zu kaufen. Der Kartenpreis beträgt moderate 25 Euro, der Reinerlös geht in voller Höhe an den Hernalser Sozialmarkt."

Druck auf SPÖ erhöhen

Der Hernalser Bezirkvize Juraczka fordert Sozialstadträtin Wehsely und Bürgermeister Häupl auf, sich nicht auf Kosten der Ärmsten aus der Verantwortung zu stehlen. "Wir werden die Wiener Stadtregierung jedenfalls so lange an ihre soziale Verantwortung gegenüber den so notwendigen Sozialmärkten erinnern, bis sie endlich bereit ist, diese Verantwortung auch wahrzunehmen", erhöht Manfred Juraczka den Druck auf die Wiener Stadtregierung.

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