Grüne Wien/Antonov: Sanierung Zentralfeuerwache organisatorisches und finanzielles Desaster

"Kontrollamtsbericht zeigt katastrophale Schwachstellen im Wiener Magistrat auf"

Wien (OTS) - Der aktuelle Kontrollamtsbericht zur Sanierung der Zentralfeuerwache am Hof in der Wiener Innenstadt bestätigt die schlimmsten Befürchtungen der Grünen Wien: Planung, Finanzierung und Bau wurden ohne seriöse Analyse der Ausgangssituation begonnen. Die beiden beteiligten Magistratsabteilungen - MA 34 als Auftragnehmerin und die MA 68, die Feuerwehr, als Auftraggeberin - gingen laut aktuellem Kontrollamtsbericht von "unterschiedlichen Sanierungskonzepten" aus. Das Kontrollamt führt das darauf zurück, dass, so wörtlich, "der erforderliche Kommunikationsprozess zur Definition des Leistungsumfanges und der Abwicklungsmodalitäten nicht eingeleitet wurde und die MA 68 der MA 34 keine Klarheit über ihr Vorhaben und alle damit verbundenen kostenrelevanten Umstände verschafft hatte".

"Das muss man sich vorstellen: Sie wollen Ihr Haus sanieren, reden aber nicht mit dem Baumeister. Hier haben sämtliche Kontroll-mechanismen versagt - die Kosten für diese unglaubliche Schlamperei tragen die WienerInnen", so die Vorsitzende des Kontrollausschusses, Gemeinderätin Waltraut Antonov von den Grünen Wien. "Natürlich war die Sanierung der Zentralfeuerwache notwendig. Es ist aber völlig unverständlich, wie unprofessionell die beteiligten Magistrats-abteilungen an dieses wichtige Projekt herangegangen sind", so Antonov.

Kritik seitens der Grünen muss sich auch Vizebürgermeisterin Brauner gefallen lassen. Wie das Kontrollamt feststellte, erfolgte die bisherige Sanierung der Zentralfeuerwache jahrelang ohne die dafür notwendigen Beschlüsse des Gemeinderates. "Der Kontrollamtsbericht dokumentiert, dass seitens der Magistratsabteilungen alle Fehler gemacht wurden, die bei der Abwicklung eines Bauvorhabens dieser Größenordnung möglich sind", so Antonov. "Wir mussten leider erst ein Prüfersuchen an das Kontrollamt stellen, damit diese von Anfang bis Ende desaströse Projektabwicklung ans Tageslicht kommt", so Antonov abschließend.

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