• 04.05.2010, 11:44:08
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Grüne Wien/Antonov: Sanierung Zentralfeuerwache organisatorisches und finanzielles Desaster

"Kontrollamtsbericht zeigt katastrophale Schwachstellen im Wiener Magistrat auf"

Wien (OTS) - Der aktuelle Kontrollamtsbericht zur Sanierung der
Zentralfeuerwache am Hof in der Wiener Innenstadt bestätigt die
schlimmsten Befürchtungen der Grünen Wien: Planung, Finanzierung und
Bau wurden ohne seriöse Analyse der Ausgangssituation begonnen. Die
beiden beteiligten Magistratsabteilungen - MA 34 als Auftragnehmerin
und die MA 68, die Feuerwehr, als Auftraggeberin - gingen laut
aktuellem Kontrollamtsbericht von "unterschiedlichen
Sanierungskonzepten" aus. Das Kontrollamt führt das darauf zurück,
dass, so wörtlich, "der erforderliche Kommunikationsprozess zur
Definition des Leistungsumfanges und der Abwicklungsmodalitäten nicht
eingeleitet wurde und die MA 68 der MA 34 keine Klarheit über ihr
Vorhaben und alle damit verbundenen kostenrelevanten Umstände
verschafft hatte".

"Das muss man sich vorstellen: Sie wollen Ihr Haus sanieren, reden
aber nicht mit dem Baumeister. Hier haben sämtliche
Kontroll-mechanismen versagt - die Kosten für diese unglaubliche
Schlamperei tragen die WienerInnen", so die Vorsitzende des
Kontrollausschusses, Gemeinderätin Waltraut Antonov von den Grünen
Wien. "Natürlich war die Sanierung der Zentralfeuerwache notwendig.
Es ist aber völlig unverständlich, wie unprofessionell die
beteiligten Magistrats-abteilungen an dieses wichtige Projekt
herangegangen sind", so Antonov.

Kritik seitens der Grünen muss sich auch Vizebürgermeisterin Brauner
gefallen lassen. Wie das Kontrollamt feststellte, erfolgte die
bisherige Sanierung der Zentralfeuerwache jahrelang ohne die dafür
notwendigen Beschlüsse des Gemeinderates. "Der Kontrollamtsbericht
dokumentiert, dass seitens der Magistratsabteilungen alle Fehler
gemacht wurden, die bei der Abwicklung eines Bauvorhabens dieser
Größenordnung möglich sind", so Antonov. "Wir mussten leider erst ein
Prüfersuchen an das Kontrollamt stellen, damit diese von Anfang bis
Ende desaströse Projektabwicklung ans Tageslicht kommt", so Antonov
abschließend.

Rückfragehinweis:
Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, [email protected]

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