Darabos: Wir brauchen eine gemeinsame Sicherheitsstrategie für Mitteleuropa

CEE-Länder sollen verstärkt auch im militärischen Bereich zusammenarbeiten

Wien (OTS/SK) - "Für eine effiziente Sicherheitspolitik in Mitteleuropa ist es wichtig, dass wir verstärkt mit unseren Nachbarn im CEE-Raum (Central and Eastern Europe) zusammenarbeiten und gemeinsame Strategien entwickeln", so Verteidigungsminister Norbert Darabos heute, Montag, bei der von ihm initiierten Konferenz zum Thema "Security Cooperation in Central Europe", bei der auch Sloweniens Verteidigungsministerin Ljubica Jelusic sowie der slowakische Außenminister Miroslav Lajcák teilnahmen.****

Immer wieder aufkommende Spannungen und Konflikte in Europa -insbesondere in den westlichen Balkanländern - zeigen, wie wichtig und notwenig es ist, mit gemeinsamen Sicherheitsstrategien für stabile Verhältnisse zu sorgen, unterstrich der Verteidigungsminister. Österreich und seine Nachbarstaaten seien hier aufgrund ihrer geografischen Lage besonders gefordert.

Darabos: Auswirkungen der Krise auch im militärischen Bereich spürbar

Es bestehe zwar bereits eine gute und enge Beziehung zu den jüngeren EU-Nachbarstaaten, besonders im wirtschaftlichen Bereich, betonte Darabos. Nun gehe es aber darum, zu überlegen, wie der CEE-Raum auch in sicherheitsstrategischer Hinsicht zusammenwachsen kann. "Wir sehen uns vor eine Reihe Herausforderungen gestellt. Die Auswirkungen der Krise sind auch im militärischen Bereich zu spüren. Einerseits muss auch hier gespart werden, andererseits wachsen die Anforderungen an die EU-Mitgliedsstaaten zum Beispiel in Hinblick auf Friedenssicherung und Auslandseinsätze. Der Vertrag von Lissabon bietet die Möglichkeit, auch in der Sicherheitspolitik enger zusammenzuarbeiten" so Darabos. Zu überlegen sei etwa, ob und wie vorhandene militärische Ressourcen gemeinsam genutzt werden können, um Synergieeffekte zu erzielen.

Die Basis für eine engere Zusammenarbeit sieht der Verteidigungsminister in einem vertieften Informationsaustausch zwischen den mitteleuropäischen Staaten. Regelmäßige informelle Treffen zwischen den Verantwortlichen aus Militär, Politik und Diplomatie sollen künftig dazu dienen, Strategien und Maßnahmen zu entwickeln und sich damit "auf EU-Ebene Gehör zu verschaffen", so Idee des Verteidigungsministers. (Schluss) sc

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