BZÖ-Grosz zum 1. Mai: Bank- und Kapitalwesen von Korruption befreien

"Größte Arbeitslosigkeit in der Geschichte der Zweiten Republik verdanken wir Spekulanten, die vom Leid der Einzelnen profitieren"

Graz (OTS) - Der steirische BZÖ-Chef Abg. Gerald Grosz fand heute drastische Worte anlässlich der Feierlichkeiten zu1. Mai. "Der diesjährige 1. Mai hat eine dramatische Bedeutung, die Steiermark verzeichnet die höchste Arbeitslosigkeit in der Geschichte der Zweiten Republik. Diese Katastrophe haben wir dem Umstand zu verdanken, dass im heutigen Finanzwesen die Arbeit, der Lohn und das Werk nichts mehr gelten. Das Kapital- und Bankwesen hat jegliche Moral und Ethik verloren. Steirerinnen und Steirern wird der gerechte Anteil an Arbeit und Lohn verweigert, damit Spekulanten vom Leid des Einzelnen profitieren. Die Politiker - allen voran SPÖ und ÖVP -schauen zu und beschleunigen diese Abwärtsspirale", kritisierte Grosz die beiden steirischen Regierungsparteien.

Man feiere den diesjährigen Tag der Arbeit in einer Zeit, in der die Zahl jener, die kein Gehör finden, immer größer werde und die Ausweglosigkeit dieses in sich vergifteten Systems grausame sozial-und gesellschaftspolitische Dimensionen annehme. Grosz warnte vor der sich ausbreitenden Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung arbeitsloser Menschen. Der Ruf nach "Umverteilung und Reichensteuer" könne sicherlich nicht die Antwort auf den Verlust der Ethik im globalisierten Wirtschaftsleben sein.

"Mit sogenannten "Reichensteuern" mit denen man de facto wieder den Klein- und Mittelstand schwächt wird man den abgrundtiefen Morast und die Charakterlosigkeit im nationalen Banken- und Kapitalwesen nicht verhindern. Wir müssen das System konsequent ändern, damit das geleistete Werk des Einzelnen - egal ob Arbeitgeber oder Arbeitnehmer - wieder Gültigkeit und Vorrang vor der virtuellen Summe hat. Das bedingt, dass wir das Bankenwesen von seiner Korruption befreien", so Grosz.

"Missmanagement im Bereich der Banken und der Finanzmärkte gilt in den Augen der Altparteien als Kavaliersdelikt. Manager großer und internationaler Konzerne, die Arbeitsplätze nachhaltig auch in Österreich und der Steiermark vernichtet haben, werden noch mit Bonuszahlungen belohnt. Es muss daher Aufgabe eines neuen Weges der Politik sein, unverantwortliches Vorgehen von Unternehmensleitungen auch straf- und zivilrechtlichen Konsequenzen zuzuführen. Wer grob fahrlässig an der desaströsen Entwicklung eines Unternehmens und zum Nachteil der Zukunftschancen eines Betriebes und seiner Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer agiert, ist in vollem Umfang und mit seinem Privatvermögen zur Verantwortung zu ziehen. Dazu gehört auch der Vollzug von Freiheitsstrafen. Wir fordern hier eine entsprechende Anpassung des österreichischen Straf- und Zivilrechtes, damit der Begriff der "Ethik" auch wieder mit dem Wort "Finanzmärkte" in einem Satz genannt werden kann", so der steirische Bündnischef zum 1. Mai.

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