Marek: Steigerung der Energieeffizienz rentiert sich für die Unternehmen

Staatssekretärin Marek bei der zweiten Internationalen Konferenz für Europäische Energiemanager

Wien (OTS/BMWFJ) - "Klein-, Mittel- und Industriebetriebe sind in Österreich zu rund einem Viertel am Energieverbrauch beteiligt. Hier auf eine Steigerung der Energieeffizienz zu setzen, rentiert sich für die Unternehmen und entspricht den Zielen der österreichischen Bundesregierung, den Endenergieverbrauch bis 2020 zu stabilisieren. Die Ausbildung kompetenter Energiemanager spielt dabei eine wichtige Rolle. Erfahrungen aus bisher abgehaltenen EUREM-Lehrgängen in Österreich zeigen, dass hier große Wirkung erzielt werden kann", betonte Christine Marek, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, heute, Freitag, bei der zweiten Internationalen Konferenz für Europäische Energiemanager in der Wirtschaftskammer Österreich.

Die Steigerung der Energieeffizienz stehe in Österreich an vorderster Stelle, erklärte Marek. Maßnahmen in diese Richtung brächten einerseits viele neue Chancen für Ökoinnovationen und andererseits gesicherte oder überhaupt neue Arbeitsplätze in den Bereichen Gebäudesanierung, Energieberatung, Produktion, Leitungsausbau und dergleichen. "Durch die Umsetzung der Energiestrategie können insgesamt bis zu 80.000 Arbeitsplätze gesichert und neu geschaffen werden", so Marek.

In ihren Ausführungen stellte die Staatssekretärin die Energiestrategie Österreich dem internationalen Publikum als Beginn eines langfristigen Prozesses vor, der die strategischen Schwerpunkte einer künftigen Energie- und Klimapolitik definiere und den Weg vorgebe, wie der österreichische Anteil an den europäischen Energie-und Klimazielen erreicht werden könne. Die drei E-Formel -konsequente Steigerung der Energieeffizienz, Stärkung erneuerbare Energieträger und Energieversorgungssicherheit - sei dabei das Schlüsselelement, mit dem die 20/20/20-Zielvorgabe der EU (bis zum Jahr 2020 Treibhausgasemissionen um 20 Prozent reduzieren, Energieeffizienz und Anteil erneuerbarer Energieträger um jeweils 20 Prozent erhöhen) erreicht werden könne. "Zur Umsetzung der EU-Zielvorgaben und der Österreichischen Energiestrategie leisten auch die EUREM-Lehrgänge einen wertvollen Beitrag ", hob Marek hervor.

Energiestrategie Österreich

Mit der Energiestrategie Österreich wurde ein EU-weit einzigartiger, partizipativer Prozess gestartet, bei dem 180 Expertinnen und Experten in neun Arbeitsgruppen rund 350 Maßnahmen erarbeitet haben. Diese seien in 43 Maßnahmenbündeln zusammengefasst worden und nun als Ausgangspunkt für einen langfristigen Prozess zu verstehen, setzte Marek fort.

Beim Einsatz erneuerbarer Energieträger liege Österreich jetzt schon im EU-weiten Spitzenfeld und könne bei Technologien zu deren Nutzung auf großes Know-How und dementsprechend hohe Exportleistungen verweisen, betonte die Staatssekretärin. Neben der Wasserkraft werde Österreich in Zukunft noch stärker auf Windkraft, Biomasse und Photovoltaik setzen.

Bei der Sicherheit der Energieversorgung, so Marek, sei die Europäische Union als Ganzes gefordert, da nationale Lösungen oftmals unzureichend seien. Österreich nehme aufgrund seiner geographischen Lage eine Drehscheibenfunktion bei leitungsgebundenen Energieträgern ein und sei sich der damit verbundenen Verantwortung auch voll bewusst.

"Die Umsetzung der Energiestrategie ist von einem Lernprozess begleitet. Nun gilt es, Verhandlungen innerhalb der Regierung zu führen und innerhalb der nächsten zwölf Monate durch Gesetze, Verordnungen etc. die entsprechenden Rahmenbedingungen gemeinsam mit den Ländern zu entwickeln. Dann wird es zu regelmäßigen Evaluierungen und Revisionen kommen müssen, um das Erreichen der gesetzten Ziele sicherzustellen. Denn die Energiestrategie ist kein theoretisches Konstrukt, sondern ein lebendes Konzept", betonte Marek abschließend.

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