FP-Frank: Von "sozialem Gemeindebau" kann im unsozialen Wien nicht die Rede sein

Das Bummerl hat immer der Mieter

Wien (OTS/fpd) - Das Wohnen im Gemeindebau sei alles andere als billig und vom "sozialen" Gemeindebau werde man heute kaum mehr jemanden reden hören. Schuld daran sei nach Meinung der Gemeinderätin der FPÖ-Wien, LAbg. Henriette Frank zum Einen sicherlich der Umstieg vom Kategorie- zum Richtwertmietzins, unter Anderem würden aber auch die laufenden Erhöhungen bei den Betriebs- und Energiekosten dazu führen, dass das Wohnen im Gemeindebau nicht mehr leistbar sei. Nicht zuletzt deshalb, weil die an die Mieter verrechneten Energiekosten weit über dem Deckungsgrad liegen. Es sei eine Frechheit, dass Wiener Wohnen trotzdem nicht von den alljährlichen Erhöhungen Abstand nehme. Auch die versprochenen Einsparungen durch thermische Wohnhaussanierungen seien nicht wirklich spürbar, fügt Frank hinzu.

Darüber hinaus wurden durch die Vergabe diverser Arbeiten an die Hausbetreuungs GesmbH Leistungen gegenüber den früheren Kosten (Hausbesorgern) erheblich verteuert.

Auch die immer wieder notwendigen Sanierungen tragen dazu bei, dass das Wohnen im Gemeindebau für viele unleistbar sei. Vor allem weil die Mietzinsreserve zum Teil stark im Minus liegt und die Kosten daher, über Jahre zur Gänze von den Mietern getragen werden müssen. Zusätzlich haben aber viele Mieter keinen Anspruch auf die von Wiener Wohnen hochgelobten Wohnbeihilfen, weil sie entweder knapp unter oder über der Berechnungsgrundlage liegen. Die FPÖ fordert daher eine Einschleifregelung bei der Gewährung der Wohnbeihilfe.

Erhöhte Kosten bei den Kontrahentenverträgen

Wie der "Installationsskandal" bei Wiener Wohnen gezeigt hat, ist die Transparenz bei den Angeboten jener Firmen, die im Rahmen der Kontrahentenverträge rasch zu erledigende Leistungen für die Stadt durchführen, nicht gegeben. Vielmehr ist ein überhöhtes Preisniveau festzustellen und vielfach klagen Mieter auch über mangelnde Sorgfalt bei der Ausführung.

Abschließend fordert Frank mehr Transparenz bei der Wohnungsvergabe. Ob man einen Vormerkschein bekommt oder nicht dürfe nicht von der Willkür der zuständigen Stellen abhängen. Hier müssten Kriterien festgelegt und dann auch streng befolgt werden. Dies geschehe derzeit nicht wirklich. Schlussendlich könne daher festgehalten werden: "Das Bummerl hat immer der Mieter!", so Frank abschließend. (Schluss) hn

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