Burka-Verbot: Ex-Frauenministerin Rauch Kallat (V) fordert Strafen für Männer

"Eine Integration ist mit der Burka nicht möglich"

Wien (OTS) - Die Bundesleiterin der ÖVP-Frauen Maria
Rauch-Kallat sprach sich Mittwochabend in der ATV-Diskussionssendung "Am Punkt" deutlich für ein Burka-Verbot aus: "Eine Integration ist mit der Burka nicht möglich. Diese Frauen können nicht einmal einen Dialog führen, geschweige denn einen Beruf ausüben." Sollte ein gesetzliches Burka-Verbot verankert werden, wäre die Ex-Frauenministerin dafür, auch Strafen für Männer einzuführen, wenn diese Frauen zur Verschleierung zwingen. Die Burka sei ein Symbol der Unterdrückung, das abgeschafft gehöre, so Rauch-Kallat.

Für den Burka-Gegner Andreas Mölzer, EU-Abgeordneter der FPÖ, ist die Vollverschleierung der Frauen auch ein Symbol der Islamisierung:
"Es ist nicht so, dass alles idyllisch ist, wenn Millionen Muslimen nach Europa kommen. Es gibt da auch starke fundamentalistische Strömungen - bis hin zum Dschihad und Terror. Das ist natürlich nicht zu verallgemeinern, aber auch nicht zu verharmlosen."

Maria Vassilakou, Chefin der Wiener Grünen, kann sich zwar nicht vorstellen, dass die betroffenen Frauen die Burka freiwillig tragen, trotzdem ist sie gegen ein Verbot. "Es kann nicht sein, sie mit einem Hausarrest zu bestrafen." Für Vassilakou wäre die Unterdrückung der Frauen dann zu bewältigen, wenn man ihnen eine eigenständige Aufenthaltsgenehmigung gibt und den Zugang zu Arbeit ermöglicht.

Das Voting der "Am Punkt"-Zuschauer fiel klar gegen ein Burka-Verbot aus: 65% meinten, dass Religion und Bekleidung Privatsache seien. 35% entschieden sich dafür, dass die Ganzkörperverschleierung die Rechte der Frauen verletze.

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