FVMI: Österreichs Spritpreise im Vergleich immer noch niedrig

Wien (OTS) - Die Treibstoffpreise in Österreich bewegen sich entsprechend der internationalen Entwicklungen - wie auch in allen anderen europäischen Ländern - seit einigen Monaten kontinuierlich nach oben. Im direkten Preisvergleich beispielsweise mit Deutschland oder Italien sind die Spritpreise hierzulande aber nach wie vor günstig. Das bestätigt auch Woche für Woche das Wirtschaftsministerium (BMWFJ), das zuletzt vergangenen Freitag wieder festgestellt hat, dass die Treibstoffpreise in Österreich unter dem EU-Durchschnitt liegen.

Internationale Preisentwicklungen

"Vergessen sollte man nicht, dass Österreich in Sachen Mineralölverbrauch bei einem Weltmarktanteil von 0,3 Prozent und in der Europäischen Union bei etwa 1,7 Prozent liegt. Auch wenn es die Autofahrerclubs nicht immer wahrhaben wollen, so ist es den heimischen Tankstellenunternehmen in der Realität nicht möglich, das Marktgefüge europaweit beeinflussen zu können oder sich von den internationalen Entwicklungen abzukoppeln", sagt Dr. Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachverbandes der Mineralölindustrie.

Mitverantwortlich für die Preisentwicklung am österreichischen Treibstoffmarkt sind die Beschaffungspreise für Benzin und Diesel in Euro, die auf den internationalen Produktenmärkten seit Mitte Februar kontinuierlich ansteigen. Die Preisentwicklungen für Treibstoffe an heimischen Tankstellen dürfen aber nicht mit dem Preisverlauf auf den Rohölmärkten in einen Topf geworfen werden. Der Preis für Benzin und Diesel steht für ein veredeltes Mineralölprodukt. Er hängt von unterschiedlichsten internationalen Kosten-, Währungs- und Marktfaktoren ab und ist nationalen Verbrauchs- und Umsatzsteuern unterworfen. Er kann sich schon rein mathematisch nicht im gleichen prozentuellen Ausmaß verändern wie der Rohölpreis.

Höhere Ansprüche an Autobahntankstellen

Autobahntankstellen sind aus verschiedenen Gründen in der Kostenstruktur nicht mit herkömmlichen Tankstellen vergleichbar. Vor allem bieten die etwa 75 Autobahntankstellen (von insgesamt 2.716 öffentlich zugänglichen Tankstellen in Österreich) ein besonderes Service für den Durchreiseverkehr.

Tankstellen entlang von Autobahnen kosten in der Errichtung deutlich mehr als sonstige Tankstellen, haben 24 Stunden geöffnet und benötigen daher viel mehr Personal als herkömmliche Tankstellen. Darüber hinaus verfügen Autobahntankstellen über sortimentsreiche Shops, haben einen deutlich höheren Betriebsaufwand als übliche Tankstellen und müssen umfassende infrastrukturelle Auflagen, wie große Abstellflächen für PKW und LKW, erfüllen. Zusätzlich müssen die Mineralölunternehmen eine hohe Pacht an den Staat (ASFINAG) entrichten.

Über den FVMI

Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren (midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).

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