Berlakovich: 40 Jahre St. Florian - Vorbild für lebendige Bildungsstätte im ländlichen Raum

Höhere land- und forstwirtschaftliche Schule St. Florian zeigt großes Engagement im Umweltbereich

Wien (OTS) - "Um für die zukünftigen Herausforderungen im Agrarbereich optimal vorbereitet zu sein, ist Wissen und Kompetenz notwendig. Daher ist Bildung ein zentraler Bestandteil des Masterplans "Unternehmen Landwirtschaft 2020", den wir gerade erarbeiten. Das agrarische Bildungswesen ist daher zukunftsentscheidend. Vorbild für eine lebendige Bildungsstätte im ländlichen Raum ist die Höhere land- und forstwirtschaftliche Schule St. Florian, die sich zum Ziel gesetzt hat, motivierte, optimistische, selbstständige, umweltbewusste, innovative und unternehmerische Persönlichkeiten als Impulsgeber für den ländlichen Raum zu bilden", so Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich heute anlässlich der Jubiläumsfeier 40 Jahre St. Florian.

Die Höhere land- und forstwirtschaftliche Schule ist 1970 als Höhere landwirtschaftliche Bundeslehranstalt St. Florian gegründet worden. Seither haben über 1600 Schüler - darunter eine steigende Anzahl von Frauen - in dieser vielfältigen, attraktiven und zukunftsorientierten 5-jährigen Ausbildung im Fachbereich Landwirtschaft maturiert und mit ihrem überzeugenden fachlichen wie auch allgemeinen Wissen am guten Ruf der Schule mitgewirkt.

Fundierte landwirtschaftliche Ausbildung und unternehmerische Kompetenz stehen im Mittelpunkt der Ausbildung. Wer will, kann zwischen mehreren Fremdsprachen wie Englisch, Russisch, Spanisch oder auch Französisch und Tschechisch wählen. Die schulautonome Schwerpunktsetzung resultierte in den beiden standortspezifischen Fachrichtungen Betriebs- und Produktionsmanagement sowie Projekt- und Regionalmangement. Weitere Bildungsangebote stellt beispielsweise das Zertifikat zum/r Qualitätsbeauftragten dar. Die Berufsreifeprüfung kann ebenfalls seit einigen Jahren an der HLFS St. Florian abgelegt werden kann. Seit dem Jahr 2000 betreibt die Schule mit dem Florianer BildungsZentrum (FBZ) auch eine eigene Einrichtung für die regionale Erwachsenenbildung.

Das erst 2007 generalsanierte und erweiterte Schulgebäude überzeugt mit seiner Ausstattung - geräumigen Klassen, Werkstätten, Labors, EDV-Sälen und nicht zuletzt dem modernen Fleischverarbeitungszentrum - und ist auch in Sachen Energieeffizienz vorbildhaft: So ist das gesamte Gebäude mit einem Vollwärmeschutz ausgestattet, wobei für Teile der obersten Geschoßdecken die innovative Strohdämmung verwendet wurde. Im Winter wird das gesamte Gebäude mit seiner rund 10.000 m2 Nutzfläche mit Öko-Wärme beheizt. Außerhalb der Heizperiode erfolgt die Warmwasseraufbereitung mittels Sonnenkollektoren. Eine Photovoltaikanlage speist Elektrizität ins öffentliche Stromnetz ein. Durch die Installation einer Brauchwasseranlage zur Versorgung der WC-Anlagen, der Wasserkühlungen in den Labors, usw. wird der Trinkwasserbedarf der Schule erheblich reduziert. Für den Schülertransport wurde Ende 2008 ein umweltfreundliches Erdgas-Fahrzeug angeschafft. In der Schulküche kommen nahezu ausschließlich Lebensmittel mit regionaler Herkunft zum Einsatz. Eine Fülle von Auszeichnungen hat die Schule deshalb in den vergangenen Jahren aufgrund ihres Engagements im Umweltbereich erhalten.

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