Wirksamkeit der Forschungsförderung

Kleinere Projekte mit besserer Wirkung

Wien (OTS) - Es lohnt sich, KMU in der Forschung zu unterstützen, es lohnt sich aber noch viel mehr, forschende KMU zu unterstützen, wenn sie mit der Austrian Cooperative Research - ACR gemeinsam arbeiten: Jeder eingesetzte Fördereuro bewirkt sein 25,3faches an zusätzlichem Umsatz, ohne ACR-Beteiligung sind es nur 19,00 Euro mehr Umsatz. Obwohl die Forschungsprojekte mit ACR-Beteiligung kleiner sind und weniger Fördermittel lukrieren, sind sie somit wirtschaftlich und technisch erfolgreicher, sie haben eine bessere Wirkungsquote was die eingesetzten Fördermittel betrifft und es gelingt ihnen, mehr Arbeitsplätze zu schaffen. Diese Ergebnisse brachte eine jetzt vorgelegte Sonderauswertung der KMU FORSCHUNG AUSTRIA (KMFA) im Rahmen des FFG-Wirkungsmonitorings zutage.

Im Rahmen des regelmäßig durchgeführten Wirkungsmonitorings für die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), bei dem die KMU FORSCHUNG AUSTRIA (KMFA) untersucht, welche wirtschaftlichen und technischen Effekte die Fördergelder der FFG-Basisprogramme haben, führte die KMFA anhand der erhobenen Daten von 2009 eine Sonderauswertung für Forschungsprojekte mit ACR-Beteiligung durch. Die Daten beziehen sich auf Forschungsprojekte, die mit Geldern aus den FFG Basisprogrammen gefördert und 2005 abgeschlossen wurden und liegen jetzt vor. Die vergleichende Sonderauswertung der KMFA zeigt deutliche Unterschiede zwischen Projekten mit und ohne ACR-Beteiligung:

Alle ACR-Projekte erreichten ihre technischen Ziele

Jedes der zehn Projekte mit ACR-Beteiligung erreichte seine technischen Ziele, verglichen mit 81 % bei allen geförderten Projekten. "Weil die Ressourcen begrenzt sind, arbeiten KMU und ACR-Institute sehr ökonomisch, das kann ein Grund für diese hohe Erfolgsquote sein," so Johann Jäger, Geschäftsführer von Austrian Cooperative Research.

Überdurchschnittlicher wirtschaftlicher Erfolg

70 % der Unternehmen, die mit einem ACR-Institut zusammengearbeitet haben, sehen auch ihre wirtschaftlichen Projektziele erreicht, die Quote bei allen Projekten liegt bei 56 %. Die Analyse bestätigt, dass sich das Forschen lohnt: Jeder Forschungseuro lukrierte sein 13,8faches an zusätzlichem Umsatz bei den ACR-Projekten, der Durschnittswert bei allen Projekten liegt bei 7,4 Euro je eingesetztem Forschungseuro. Rechnet man den gesicherten Umsatz noch hinzu, so vermehrten die ACR-Forschungsprojekte jeden eingesetzten Euro 32,4 mal und die Projekte insgesamt 16,5 mal.

Effektiv eingesetzte Fördermittel

Die Fördermittel werden von den KMU in ACR-Projekten besonders gut verwertet: Jeder Fördereuro bewirkte 25,3 Euro zusätzlichen Umsatz bzw. 59,4 Euro zusätzlichen und gesicherten Umsatz. Bei den durch die Basisprogramme insgesamt bereitgestellten Euro wurden jeweils 19,0 Euro und 42,6 Euro erwirtschaftet. Die rund 950.000 Euro Förderung in Form von Darlehen und Förderungsbeiträgen erzielten somit 26 Mio. Euro zusätzlichen Umsatz - zusätzlicher Umsatz, der sonst nicht hätte realisiert werden können, denn keines der zehn Projekte wäre ohne Förderung zustande gekommen.

ACR-Projekte lukrierten weniger Fördervolumen

Insgesamt 332 geförderte Projekte wurden 2005 von Unternehmen unterschiedlicher Größe abgeschlossen, zehn davon mit Beteiligung eines Forschungsinstituts der Austrian Cooperative Research. Während die Projekte durchschnittlich 318.000 Euro Förderung erhielten, liegt das durchschnittliche Fördervolumen der ACR-Projekte mit 94.600 Euro deutlich darunter.

"Unsere Sonderauswertung zeigt, dass FFG-geförderte Projekte, die mit Beteiligung eines ACR-Institutes durchgeführt werden sowohl in wirtschaftlicher als auch in technischer Hinsicht erfolgreicher sind", resümiert Sonja Sheikh von der KMFA. Johann Jäger dazu: "Die starke KMU-Orientierung der ACR erweist sich hier als besonderer Vorteil für die Fördergeber, die ja gerade die kleineren Unternehmen zu Forschung ermutigen wollen. Für die KMU heißt dies, dass sie, die besonders sorgfältig mit Ressourcen umgehen müssen, bei der ACR gewissermaßen einen Erfolgsgaranten im Boot haben."

Austrian Cooperative Research ACR ist eine gemeinnützige Vereinigung von 15 außeruniversitären kooperativen Forschungsinstituten und fungiert als Drehscheibe der mittelständischen Forschungs- und Entwicklungsarbeit in Österreich. Das Betreuungsspektrum reicht von der Vermittlung von KMU-affinen außer- und inneruniversitären Forschungspartnern über Förderungshinweise bis zum Aufbau kollektiver Forschungsprojekte. Neben ihrer Funktion als Anlaufstelle für Unternehmer vertritt die ACR die Interessen der kooperativen Forschungsinstitute nach außen, gegenüber politischen Entscheidungsträgern, Interessengruppen und der Öffentlichkeit. Sie ist das Sprachrohr der mittelständischen Innovationsstrategien in Politik und Wirtschaft.

Rückfragen & Kontakt:

KMU FORSCHUNG AUSTRIA
Sonja Sheikh
Tel.: +43 (1) 505 97 61
s.sheikh@kmuforschung.ac.at
www.kmuforschung.ac.at

AUSTRIAN COOPERATIVE RESEARCH - ACR
Manuela Jeretic
Tel.: +43 (1) 219 85 73-12
jeretic@acr.at
www.acr.at

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