FPÖ-Hofer: Neuerliche Monsanto-Schweinerei bedroht unabhängige Landwirtschaft

Nach Verfütterung von patentiertem Gentech-Futter sollen gleich auch Schweine patentiert werden

Wien (OTS) - "Die Profitgier der Gentechnik-Industrie ist ähnlich bodenlos wie der griechische Staatshaushalt", so heute der freiheitliche Umweltsprecher NAbg Norbert Hofer. "Die goldene Bananenschale für die größte Chuzpe gebührt freilich wieder einmal Monsanto. Weil Schweine mit der Gensoja des Konzerns gefüttert werden, sollen auch die aus diesen Schweinen gewonnenen Fleischprodukte patentiert werden. Das ist absurd und ein ruinöses Szenario für die freie Landwirtschaft. Ganz abgesehen davon, daß die Industrie damit eines ihrer bisherigen Schutzargumente über Bord wirft. Jenes nämlich, zu behaupten, dass Gentech-Futter keinerlei Auswirkungen auf das damit gemästete Tier und somit auf den Konsumenten habe.""

Mit dem Patentantrag WO 2009097403 folge Monsanto seiner neuen Strategie zur Etablierung einer globalen Nahrungsmitteldiktatur. Auch mit der Patentanmeldung WO 201027788 versuche man, sämtliche Produkte von Fischen zu patentieren, die mit Gentech-Futter zwangsbeglückt worden seien. "Was kommt als nächstes?!" fragt Hofer. "Schüttet man einige Tonnen Gentech-Abfall in den Pazifik und reklamiert dann alle aus dem Pazifik angelandeten Fischerträge für sich?"

"Für uns in Österreich ist glasklar, wie auf das neuerliche Attentat auf unsere Ernährungssouveränität zu reagieren ist", betont Hofer. "Die FPÖ fordert die Bundesregierung daher auf, sich auf EU-Ebene umgehend für ein ausnahmsloses Verbot von >Patenten auf Leben<, also auch auf Nutzpflanzen und Nutztiere, einzusetzen. Umweltminister Berlakovich hat sofort für die Sicherstellung von 100%ig Gentechnik-freier Fütterung in Österreich zu sorgen. Sind wir in der Fütterung Gentechnik-frei, kann uns Monsanto, selbst im Falle einer Patenterteilung, im nicht manipulierten Mondschein begegnen. Derzeit kann das angeblich gentechnikfreie Österreich diesem Anspruch nicht genügen", so Hofer abschließend, "denn jährlich werden über 500.000 Tonnen Gentech-Soja importiert und die schwarzen Raiffeisen-Giebelkreuzler unternehmen keine Anstrengung, primär die auf dem Weltmarkt ausreichend vorhandenen Gentechnik-freien Futtermittel anzubieten."

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