E-Auto wird Benziner und Diesel noch lange nicht verdrängen können

Eröffnung des 31. Internationalen Wiener Motorensymposiums 29./30. April 2010

Wien (OTS) - Der Verbrennungsmotor bleibt weit über das gerade begonnene Jahrzehnt hinaus die dominante Pkw-Antriebstechnologie, die parallel dazu aufkommende Elektro-Mobilität wird herkömmliche Antriebe noch auf Jahrzehnte nicht verdrängen können. Diese Ansicht vertraten Donnerstag Vormittag zwei Spitzenmanager der Automobilindustrie beim 31. Internationalen Wiener Motorensymposium übereinstimmend in ihren Eröffnungsvorträgen.

Sowohl Audi-Vorstandsvorsitzender Rupert Stadler als auch Dr. Bernd Bohr, Mitglied der Geschäftsführung des Zuliefererunternehmens Robert Bosch GmbH, setzen nach wie vor große Erwartungen in den Verbrennungsmotor. Audi-Chef Stadler: "Wir sind überzeugt, dass der Verbrennungsmotor noch großes Potenzial hat. Wenn wir allein den Motor betrachten, können wir bis zum Jahr 2020 Spritverbrauch und CO2-Ausstoß um ein weiteres Fünftel reduzieren." Noch optimistischer formulierte es Bosch-Geschäftsführer Bohr: "Sowohl für Benzin- wie auch Dieselmotor gehen wir von einem Potenzial zur Verbrauchsreduzierung von ca. 30 Prozent aus. Direkteinspritzung und Downsizing, aber auch Start-Stopp und Thermomanagement sind hierbei wichtige Hebel."

In seinem Vortrag ließ der Audi-Vorstandsvorsitzende keinen Zweifel daran, dass die Nachfrage nach Luxusautos steigen wird. Rupert Stadler: "Die Zahl der besonders vermögenden Käufer nimmt weltweit zu. Bis 2020 rechnen wir bei Luxuslimousinen mit einem Marktwachstum von 30 Prozent. In weiten Teilen der Welt bleiben Luxus, Komfort, Prestige wichtige Kaufgründe."

Wie sehen die Autos der Zukunft aus? Stadlers Antwort: "Unsere Kunden wollen auch in Zukunft keine rollenden Verzichtserklärungen, sondern Automobile, die Komfort, Effizienz und Sportlichkeit vereinen." Die daraus resultierende Audi-Strategie laut Audi-Chef:
"Perfektionierung konventioneller Antriebe und parallel mit Hochdruck die Weiterentwicklung der Hybrid-Technologie und den Einstieg in die Elektromobilität vorantreiben."

Bosch-Geschäftsführer Bernd Bohr gab sich überzeugt, dass langfristig der Antriebsstrang elektrisch sein werde, die Elektrifizierung erfolge über die Hybridisierung als Brückentechnologie. Bosch geht für das Jahr 2020 von einem Weltmarktvolumen von ca. sechs Millionen Hybridfahrzeugen und drei Millionen batteriegetriebener Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybriden aus. Bohr: "Damit bleibt der Verbrennungsmotor die dominante Antriebstechnologie."

Am 31. Internationalen Wiener Motorensymposium nehmen 1000 Motorenexperten aus der ganzen Welt teil. Es handelt sich um den weltweit größten derartigen Kongress. Veranstalter ist Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Lenz, Vorsitzender des Österreichischen Vereins für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK).

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