Wlodkowski: Weniger als ein halbes Prozent öffentlicher Ausgaben für Bauern

Landwirte erwarten mehr Steuergeld-Transparenz auch von anderen Bereichen

Wien (OTS) - "Die Kosten für die Gemeinsame EU-Agrarpolitik belaufen sich auf rund 0,46% der gesamten öffentlichen Ausgaben. Das heißt, dass Europas Bäuerinnen und Bauern mit weniger als einem halben Prozent der Budgetgelder die Ernährung für mehr als 500 Mio. Menschen in Europa sichern, die Kultur- und Erholungslandschaft pflegen und wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Motor in den ländlichen Regionen sind. Wie viel Geld dafür jeder einzelne Landwirt erhält, findet man in der Transparenzdatenbank, deren routinemäßige Aktualisierung einmal mehr beweist, dass wir Bauern nichts zu verbergen haben. Jeder Euro an unsere landwirtschaftlichen Betriebe ist gerechtfertigt, weil auch die Gegenleistungen dafür im Sinne der Gesellschaft erbracht werden", erklärte heute Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich. "Wir würden uns einen ähnlich aktiven Umgang mit Transparenz und Nachvollziehbarkeit öffentlicher Zahlungen auch von anderen Gesellschafts- und Wirtschaftsbereichen erwarten", so Wlodkowski.

Zahlen und Gegenleistungen

Mit heutigem Tag ist eine aktualisierte Übersicht über sämtliche Agrar- und Umweltzahlungen an Österreichs Bauern im Internet nachzulesen. In der Transparenzdatenbank findet man nicht nur die Summen, welche die einzelnen Betriebe erhalten, sondern auch die Gegenleistungen, die sie dafür erbringen, wie die Sicherung der Ernährung, den Umwelt- und Naturschutz, die Belebung und Stärkung des ländlichen Raumes sowie die Erhaltung der Bewirtschaftung auch in abgelegenen Gebieten des Landes.

Agrarreform: Keine Kürzungen

Im Zusammenhang mit der laufenden Diskussion über eine neuerliche Reform der EU-Agrarpolitik wandte sich Wlodkowski gegen Kürzungen des EU-Agrarbudgets: "Der mehr als 20%ige Einkommensverlust der Bauern untermauert drastisch unsere Forderung an die Verantwortlichen in Brüssel, nicht über Budget-Kürzungen die finanzielle Basis der Agrarpolitik auszuhöhlen. Wir erwarten uns vielmehr ein klares politisches Bekenntnis zur europäischen Landwirtschaft und budgetäre Konsequenzen daraus", so Wlodkowski. (Schluss)

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