ARBÖ: Wirtschaftsminister muss rasch auf Preisskandal bei Autobahntankstellen handeln

Studie der Bundeswettbewerbsbehörde bestätigt den vom ARBÖ aufgedeckten Skandal

Wien (OTS) - Der ARBÖ fordert den Wirtschaftsminister auf, aus der Studie der Bundeswettbewerbsbehörde unverzüglich die Konsequenzen zu ziehen. "Statt neue Belastungen für Autofahrerinnen und Autofahrer auszuhecken, soll der Minister schleunigst dafür sorgen, dass die Spritpreise auf den heimischen Autobahntankstellen nicht ins Uferlose wachsen, wie in der Vergangenheit", so der ARBÖ.

Die Studie der Bundeswettbewerbsbehörde bestätigt den vom ARBÖ zum Jahreswechsel aufgedeckten Preisskandal. Der ARBÖ konnte nachweisen, dass viele Autobahntankstellen für Diesel sogar noch viel mehr verlangten, als in Deutschland und Italien, obwohl dort die Steuern viel höher sind. Der ARBÖ begrüßt, mit welcher Geschwindigkeit die Bundeswettbewerbsbehörde diesen Skandal aufgegriffen hat. "Nun liegt der Ball beim Wirtschaftsminister. Eine Möglichkeit für mehr Wettbewerb auf den Autobahnen zu schaffen, ist es etwa, die Tankstellenpreise für die nachfolgenden Tankstellen mit elektronischen Tafeln am Rande der Autobahn anzukündigen. So können Autofahrerinnen und Autofahrer besser entscheiden, bei welcher Tankstelle sie einkehren. Derartige Preisinformationen gibt es bereits in Italien und in Frankreich.

Vorschläge, wie man insgesamt den Autofahrerinnen und Autofahrern den Preisvergleich leichter machen und den Wettbewerb ankurbeln kann, gibt es zuhauf. Zum Beispiel fordert der ARBÖ schon länger, ein echtes tägliches Spritpreismonitoring im Wirtschaftsministerium zu installieren, gut lesbare und einheitliche Preisangaben an den "Totems" zu schaffen, die dritte Nachkommastelle bei der Preisauszeichnung abzuschaffen und den Rotterdamer Produktenmarkt als Referenz für ganz Europa zu hinterfragen. Diese Vorschläge liegen dem Wirtschaftsminister schon lange vor. Es macht keinen Sinn, diese konstruktiven Vorschläge noch länger zu ignorieren, ist der ARBÖ überzeugt.

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