"AlpHouse": EU-Projekt unterstützt lokale Unternehmen bei Sanierung alpiner Altbauten

Research Studio iSPACE als Projektpartner der Pilotregion Salzburger Land/Tennengau

Salzburg (OTS) - Über Jahrhunderte gewachsene Bauformen in den Alpen sind vom Verfall bedroht. Der Erhalt der alten Baukultur ist schwierig, weil das Wissen über die traditionelle Architektur immer mehr verloren geht. Auch müssen bei Sanierungen die Wohnqualität, die Energieeffizienz und die Nachhaltigkeit erhöht werden. Das von der EU geförderte Projekt "AlpHouse" erforscht und sammelt das für die Sanierung alpiner Bauten erforderliche Wissen unter anderem im Tennengau im Land Salzburg und unterstützt lokale Akteure wie Handwerker, Architekten, Planer, Bauherren sowie Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung.

Großen Anklang fand die öffentliche Präsentation des Projekts, das unter dem Titel "Sanieren im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne" am Mittwoch, dem 28. April, im Schloss Urstein in Puch bei Salzburg vorgestellt wurde. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Salzburger Projektpartnern Lehrbauhof Salzburg und Research Studio iSPACE.

"iSPACE ist als Forschungsstudio auf georeferenzierte Technologien spezialisiert, die zur Unterstützung strategischer und regionalplanerischer Entscheidungen verwendet werden", erklärt Dr. Thomas Prinz, Projektleiter für "AlpHouse" im Research Studio iSPACE. "Im Projekt 'AlpHouse' bereiten wir geographische Informationen, Indikatoren und Karten für Unternehmen und für die Energieberatung auf und entwickeln daraus auch ein interaktives Informationstool, mit dem relevante geographische Informationen rund um das Thema nachhaltige Sanierung abgefragt werden können."

Höchstes technisches, architektonisches und ökologisches Qualitätsniveau

"AlpHouse" unterstützt Unternehmen und ihre Mitarbeiter, um Sanierungen auf höchstem technischem, architektonischem und ökologischem Qualitätsniveau durchführen zu können. Gleichzeitig werden auch Wirtschaftlichkeit und Kundennähe betont. So können lokale Unternehmen ihre traditionellen Stärken nutzen und ihre Innovationskraft steigern. Zielgruppen sind lokale und regionale Handwerksbetriebe und baunahe Dienstleister im Alpenraum. Daneben werden aber auch Planer, Architekten und Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung angesprochen.

Zwei Ziele stehen im Vordergrund: Einerseits die Erhaltung und Weiterentwicklung des kulturellen Erbes des Alpenraums. Das findet Ausdruck in den traditionellen Architekturen, in landschaftsbezogenen Siedlungsformen sowie im Einsatz regionaler Materialien und Handwerkstechniken. Und andererseits die Verbesserung der Energieeffizienz und der gesamten Ökobilanz von Gebäuden und Siedlungen. Dies soll durch modernste Technologien und durch ökologische und standortbezogene Detailkenntnisse ermöglicht werden. Durch die Verbindung dieser beiden Ziele entstehen je nach Gebäudetyp, Alter, Nutzungsart und Standortfaktoren individuelle Lösungen. So können moderne Standardtechnologien integriert werden, ohne dass sie die charakteristische Eigenart alpiner Gebäude zerstören.

"AlpHouse" wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Leadpartner des bis 2012 dauernden Projektes ist die Handwerkskammer für München und Oberbayern. In Salzburg tragen der Lehrbauhof Salzburg der Wirtschaftkammer und das Research Studio iSPACE der Research Studios Austria Forschungsgesellschaft das Projekt. Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, das Wirtschaftsressort des Landes Salzburg und die Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (Arge Alp) unterstützen dieses Projekt. Die Website www.AlpHouse.eu informiert über "AlpHouse" und die laufenden Aktivitäten.

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