Leitl fordert mehr Schwung für Bürokratieabbau und Vollendung des EU-Binnenmarktes

Leitlinien der EU-Kommission für die "Europa 2020"-Strategie greifen zahlreiche Forderungen der Wirtschaftskammer auf

Wien (OTS/PWK339) - "Eine engere wirtschaftspolitische
Koordinierung ist unerlässlich, damit Europa seine ambitionierten Ziele für Wachstum und Beschäftigung bis 2020 erreichen kann", betont Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), anlässlich der heute von der EU-Kommission vorgelegten Leitlinien für die "Europa 2020"-Strategie, welche die EU fit für die Zukunft machen soll. In dem Dokument sind zahlreiche Forderungen der WKÖ enthalten, wie die Notwendigkeit der Konsolidierung der Haushalte, die Vermeidung von wachstumshemmenden Steuern sowie makroökonomischer Ungleichgewichte und die Verbesserung der Standortbedingungen.

"Europa muss produktiver und wettbewerbsfähiger werden und Einsparungen und Reformen in Bürokratie sowie im Pensions- und Gesundheitssystem mutiger angehen", fordert Leitl. "Europa wird umso stärker aus der Krise hervor gehen, umso weniger überflüssige Regelungen unsere Unternehmer am Durchstarten hindern." Die Initiative "Verwaltungskosten senken für Unternehmen" auf nationaler Ebene muss daher bis 2015 fortgesetzt werden - mit dem Ziel, die Bürokratie nach den bisher geplanten 25 Prozent um weitere 10 Prozent zu reduzieren. Auch die EU-Bürokratie muss zeitgerecht bis 2012 um 25 Prozent verringert werden. Das Aktionsprogramm zur Verringerung der Verwaltungslasten muss fortgesetzt und auf weitere Regelungsbereiche (z.B. EU-Chemikaliensystem REACH, Forschungsrahmenprogramm) ausgedehnt werden.

Auch beim europäischen Binnenmarkt gibt es noch genug zu tun: "Wir müssen neuen Schwung in den Binnenmarkt bringen und die bestehenden Hindernisse gerade für die kleineren Unternehmen aus dem Weg räumen. Unsere KMU könnten noch viel mehr profitieren, wenn die Binnenmarktregeln effizient umgesetzt und angewandt würden", so Leitl.

"Europa kann den Wettbewerb der Zukunft nur gewinnen, wenn es seine Stärken forciert: Es muss mehr Geld in Innovation, Forschung und Bildung fließen - diese Investitionen zahlen sich aus", fordert der WKÖ-Präsident und verweist abschließend darauf, dass die österreichischen Arbeitgeber bei Aus- und Weiterbildungsinvestitionen und Lebenslangem Lernen jetzt schon sehr aktiv und vorbildlich sind. (FA)

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