Mölzer: Griechenland darf für EU-Nettozahler nicht zu Faß ohne Boden werden

Hilfe nur dann, wenn gewährleistet ist, daß Athen Kredite auch zurückzahlen kann - Keine Belohnung für mangelnde Budgetdisziplin der letzten Jahre

Wien (OTS) - Als verfehlt bezeichnete der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, den Druck der EU-Kommission auf eine schnelle Entscheidung über die milliardenschwere Hilfe für Griechenland. "Athen darf keinesfalls für die mangelnde Budgetdisziplin der letzten Jahre belohnt werden. Vielmehr sollte jetzt eine grundlegende Reform der Währungsunion auf der Tagesordnung stehen", so Mölzer weiter.

Vor allem hätte eine übereilte Finanzhilfe für Griechenland eine verheerende Auswirkung auf die anderen Problemfälle in der Eurozone wie Spanien oder Portugal, warnte der freiheitliche EU-Mandatar. "Hier besteht die Gefahr, daß Anstrengungen zur Sanierung der Staatshaushalte zunichte gemacht werden könnten. Und in weiterer Folge geriete der Euro auf den internationalen Finanzmärkten noch mehr unter Druck und wirtschaftlich starke EU-Staaten wie Deutschland oder Österreich müßten noch tiefer in die Tasche greifen", erklärte Mölzer.

Wenn nun eine Entscheidung über die Hilfe für Griechenland getroffen werde, dann müßte Athen, so der freiheitliche Europa-Abgeordnete, zuerst einen wasserdichten Plan zur Sanierung seiner Finanzen vorlegen. "Wenn als ultima ratio den Griechen finanziell unter die Arme gegriffen wird, dann muß feststehen, daß die gewährten Kredite auch zurückgezahlt werden können. Denn im Interesse der Nettozahler darf Griechenland nicht zu einem Faß ohne Boden werden", schloß Mölzer.

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