Fernsehfonds förderte 2009 49 Produktionen mit rund 11,5 Mio. € 20 TV-Filme, 3 Serien und 26 Dokumentationen wurden unterstützt

Wien (PK) - Der Fernsehfonds Austria hat im vergangenen Jahr 49 Produktionen mit insgesamt rund 11,5 Mio. € gefördert. Unterstützt wurden 20 Fernsehfilme, drei Serien und 26 Dokumentationen. Das geht aus dem aktuellen Tätigkeitsbericht des Fonds hervor, der von Bundeskanzler Werner Faymann dem
Nationalrat vorgelegt wurde (III-129 d.B.). Mit dieser Förderung will Österreich die Qualität von Fernsehproduktionen und die Leistungsfähigkeit der österreichischen Filmwirtschaft steigern.

Die Mittel für die Fernsehfilmförderung wurden mit dem Budgetbegleitgesetz 2009 deutlich aufgestockt. Damit stehen
nunmehr jährlich 13,5 Mio. € zur Verfügung. Am meisten Geld gab es 2009 für die zweiteiligen Fernsehfilme "Sisi", "Der Chinese"
und "Molly & Mops" sowie die 5. Staffel der Serie SOKO
Donau/Wien. Gefördert wurden aber etwa auch der TV-Film "Die Wanderhure", die Serie "Die Gipfelzipfler" und Dokumentationen
über das österreichische Bundesheer, die Alpenklöster, den Arlberg und den Inn.

31 eingereichte Projekte wurden laut Bericht vom Fachbeirat
negativ beurteilt, zumeist wegen nicht nachgewiesener Projektfinanzierung. Dazu kommen weitere 12 Förderanträge, die entweder wieder zurückgezogen oder aus formalen Gründen zurückgewiesen werden mussten.

Die 49 geförderten Produktionen wurden von 36 verschiedenen Produzenten eingereicht. Am erfolgreichsten waren die MONA Film Produktion und die Wega Filmproduktionsgesellschaft mit je vier geförderten Projekten sowie die EPO Filmproduktionsgesellschaft
mit 3 Förderzusagen. Voraussetzung für den Erhalt von Fördergelder aus dem Fernsehfonds ist die Beteiligung zumindest eines Fernsehveranstalters am Projekt - den mit Abstand größten Anteil an den Produktionskosten übernahmen dabei deutsche TV-Sender. Der ORF war an 38 Projekten beteiligt, davon bei 11 als einziger Fernsehveranstalter. Bei fünf geförderten Produktionen war ATV und bei einer Produktion Servus TV mit an Bord.

Die Produzenten der 49 geförderten Projekte stellten in Aussicht, von den 77,8 Mio. € Gesamtherstellungskosten rund 38,8 Mio. € in Österreich auszugeben, wobei der Fernsehfonds mit einer deutlich darüber liegenden Umwegrentabilität rechnet. Ihr Eigenanteil an den Produktionskosten, inklusive Sponsoren, wird im Bericht mit
15,9 Prozent beziffert. Die Richtlinien für die Förderung sollen dem Bericht zufolge heuer überarbeitet werden.

Gespeist wird der Fernsehfonds aus Teilen der gemeinsam mit dem ORF-Entgelt eingehobenen Rundfunkgebühren. 2,28 Mio. € blieben, rechnet man übertragene Gelder, bereits getätigte Förderzusagen und den Verwaltungsaufwand mit ein, für 2010 im Fördertopf. Neben den 49 Projekten förderte der Fernsehfonds 2009 auch Veranstaltungen und Seminare, etwa einen Workshop zum Thema "European Co-Production", eine Informationsveranstaltung zum
MEDIA Programm der Europäischen Union und einen Veranstaltungstag anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Fernsehfonds Austria. (Schluss)

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