ORF-RSO Wien im Mai: Eröffnung der Wiener Festwochen live in ORF 2 und 3sat und Uraufführungen von Cerha und Filidei

Wien (OTS) - Im Mai spielt das ORF-Radio-Symphonieorchester Wien sechs Konzerte - auf dem Programm stehen zwei Uraufführungen von Francesco Filidei im Rahmen der Münchener Biennale (2.5.), eine "Klassische Verführung" mit Beethovens "Vierter" im ORF-RadioKulturhaus am 10. Mai (ausverkauft) und die Uraufführung von Friedrich Cerhas "Kammermusik für Orchester" im Wiener Musikverein (12.5.). Am 14. Mai eröffnet das RSO mit dem designierten Chefdirigenten Cornelius Meister die Wiener Festwochen - live in ORF 2 und 3sat ab 21.20 Uhr -, im Wiener Konzerthaus stehen am 20. Mai Werke von Puccini und Zemlinsky auf dem RSO-Programm, am 28. Mai die österreichische Erstaufführung von Alban Bergs "Passacaglia-Fragment".

Der italienische Komponist Francesco Filidei steht im Mittelpunkt des Konzertes, mit dem das RSO Wien unter der Leitung von Stefan Asbury am 2. Mai erstmals bei der Münchener Biennale zu Gast ist. Das Konzert in der Residenz beginnt um 20.00 Uhr. Filideis Welt ist das Geräusch, eine Musik, der das Tönende abhanden gekommen ist: Als Rest bleibt Gemurmel, ein Skelett, leicht, aber reich an mechanischen Geräuschen, beschrieb Salvatore Sciarrino, ehemaliger Lehrer Filideis, die Kompositionsweise des Schülers im Gespräch. Die ungewöhnlichen Klangsphären - die auch die Stille in langen, spannungsgeladenen Pausen einschließen - spielen mit Ausdrucksmöglichkeiten zwischen Verstörung und Effekt. Auf dem RSO-Programm stehen zwei Werke von Filidei - die Uraufführung der Neufassung von "Macchina per scoppiare i pagliacci" und die Uraufführung von "Finito ogni gesto d'amore" - und Stücke von Gérard Pesson, Luciano Berio und Luigi Dallapiccola.

Die "Klassische Verführung" am 10. Mai im ORF-RadioKulturhaus, in der es diesmal um Beethovens 4. Symphonie geht - dargeboten vom RSO Wien unter Chefdirigent Bertrand de Billy, Moderator: Wilhelm Sinkovicz -, ist bereits ausverkauft. Beethovens "Vierte" spielt das RSO unter der Leitung von Bertrand de Billy auch am 12. Mai im Wiener Musikverein, Beginn: 19.30 Uhr. Weiters steht an diesem Abend Maurice Ravels "Ma mère l'Oye" auf dem Konzertprogramm und die Uraufführung von Friedrich Cerhas "Kammermusik für Orchester". Der österreichische Komponist Friedrich Cerha - er feierte im Februar seinen 84. Geburtstag - gehört jedes Jahr zu den zeitgenössischen "Klassikern" in den Programmen des RSO Wien. In dieser Saison hat er quasi die Quadratur des Kreises, eine Kammermusik für Orchester, komponiert.

Am 14. Mai werden am Rathausplatz mit dem Finale der "Eurovision Young Musicians" die "Wiener Festwochen 2010" eröffnet. Die sieben Finalisten werden vom RSO unter der Leitung seines designierten Chefdirigenten Cornelius Meister begleitet. ORF 2 und 3sat übertragen live ab 21.20 Uhr. Zwei Tage nach der Eröffnung, am 16. Mai, ist in ORF 2 in der "Matinee" (9.35 Uhr) die Dokumentation "Eurovision Young Musicians 2010" zu sehen und in Ö1 ist Cornelius Meister "Im Künstlerzimmer" (11.50 Uhr) zu Gast. Gernot Zimmermann spricht mit dem Dirigenten über die Wiener Festwochen und dessen Konzerte und Zukunft mit dem RSO Wien.

Am 20. Mai stehen im Wiener Konzerthaus ab 19.30 Uhr zwei einaktige Opern auf dem Programm: Giacomo Puccinis "Il tabarro" und Alexander Zemlinskys "Eine florentinische Tragödie". Es singen Heidi Brunner (Sopran), Elza van den Heever (Sopran), Johan Botha (Tenor), Wolfgang Koch (Bariton) und die Wiener Singakademie, Dirigent des RSO ist Bertrand de Billy.

Im Rahmen der Wiener Festwochen gastiert das RSO am 28. Mai im Wiener Konzerthaus (Beginn: 19.30 Uhr). Am Pult steht Cornelius Meister, der sich dem Wiener Publikum mit einem Programm vorstellt, in dem er zwei Väter der österreichischen Moderne in den Vordergrund stellt. Alban Bergs "Passacaglia-Fragment", erstmals in Österreich zu hören, ist 1913 vermutlich auf Anregung Schönbergs entstanden. Alexander Zemlinsky hat seine symphonische Dichtung "Die Seejungfrau" im Jänner 1905 uraufgeführt. Die musikalische Erzählung nach einem Märchen von Hans Christian Andersen geriet aber in Vergessenheit und wurde erst 1984 zum zweiten Mal aufgeführt. Seither hat sich die tragische Nixe konsequent einen Platz im Konzertrepertoire erobert. Stürmischer Applaus ist Tschaikowskys 1. Klavierkonzert in jedem Konzertsaal der Welt gewiss, umso mehr wenn der Solist Ivo Pogorelich heißt. Details zum Konzertprogramm des RSO Wien sind abrufbar unter http://rso.orf.at (ih)

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