FPÖ-Neubauer: Havel Wahlempfehlung für Fischer geht nach Hinten los

Wien (OTS) - Die Wahlempfehlung des ehemaligen tschechischen Präsidenten Vaclav Havel für Heinz Fischer gehe nach Hinten los, sagte heute der Freiheitliche NAbg. Werner Neubauer. So sei Fischer nun endgültig für in Österreich lebende Sudetendeutsche und Temelin-Gegner unwählbar geworden.

So erinnerte Neubauer etwa an den Ausspruch Havels zum tschechischen Atomkraftwerk Temelin: "Wenn ich mir etwas als den größten Fehler vorwerfe, den ich in den zehn Jahren meiner Präsidentschaft gemacht habe, ist dies der, dass ich im Jahre 1990 nicht schärfer gegen den Bau Temelins vorgegangen bin." "Dem ist nichts hinzuzufügen", sagte Neubauer, außer, dass Fischer die Österreicher im Regen stehen habe lassen, was die Bedrohung durch diesen Schrottreaktor betreffe.

Auch habe es Havel als Präsident nicht nur verabsäumt, entschieden gegen die menschenrechtswidrigen Dekrete aufzutreten, sondern habe sich sogar den Vorwurf gefallen lassen müssen, am Benesch-Dekret Nr. 50 vom 11.8.1945 über die Verstaatlichung der Kinematographie selbst begünstigt gewesen zu sein, zeigte Neubauer auf.

Dieses Dekret sei erst in den neunziger Jahren eigens geändert worden, bevor die Filmwirtschaft privatisiert worden sei. Verschiedenen Berichten zufolge sei einer der Begünstigten dieser Privatisierung Präsident Havel persönlich gewesen.

"Es stünde dem Herrn Ex-Präsidenten Havel gut an, sich um die Abschaffung menschenrechtswidriger Benesch-Dekrete zu kümmern und sich gegen den Ausbau Temelins einzusetzen, als jemanden zu unterstützen, der keinerlei Berührungsängste zu totalitären stalinistischen Systemen hat", so Neubauer. Auch Fischer solle sich überlegen von wem er sich bei seinem Wahlkampf unterstützen lasse. Jemand, der offen von der Vertreibung von Millionen Sudetendeutschen profitiere, sei wohl kein Renommee für einen Österreichischen Präsidenten, schloss Neubauer.

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