"profil": Josef Hader zum Romy-Skandal

Scharfe Kritik an der Informationspraxis des ORF

Wien (OTS) - In der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" nimmt der Kabarettist, Autor und Schauspieler Josef Hader erstmals Stellung zum Romy-Skandal von vorvergangener Woche. Im Vorfeld der Verleihung des bekannten Fernsehpreises war ihm die Äußerung zugeschrieben worden, die Veranstalter könnten ihn "am Arsch lecken". Hader betont, diesen Satz niemals gesagt zu haben. Vielmehr habe eine Ö3-Reporterin den Regisseur Wolfgang Murnberger (der gemeinsam mit Hader den Wolf-Haas-Roman "Der Knochenmann" verfilmte) dahingehend zitiert.

Trotz ausdrücklicher Dementis und Interventionen bei den zuständigen Redaktionen sei der Satz ungeprüft in Ö3 und einigen ORF-Nachrichtensendungen verbreitet worden. "Der fragwürdige Stil von Ö3 ist dabei nicht die Hauptüberraschung", schreibt Hader in "profil": "Dass es ein erschlichenes Zitat aus dritter Hand bis in die 'ZiB 1' schafft, und zwar, ohne dass irgendwer mich anruft und nachfragt, ist ungleich spannender." Anhand eines "sehr unbedeutenden Ereignisses" habe er mitverfolgen können, "wie derzeit öffentlich-rechtlicher Journalismus funktioniert".

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